31.12.2020, 09:42 Uhr

Zweite Pflegeeinrichtung erhält Corona-Schutzimpfungen

Mitarbeiter des DRK bei der Vorbereitung der Impfungen. Foto: DRK

Mitarbeiter des DRK bei der Vorbereitung der Impfungen. Foto: DRK

Bad Bentheim Ingrid und Johann Jürriens haben den kleinen Pieks hinter sich: Das Ehepaar zählt zu den ersten Bewohnern des DRK-Seniorenzentrums „Am Schlosspark“ in Bad Bentheim, die am Mittwochmorgen die Corona-Schutzimpfung erhielten. Das Pflegeheim in der Burgstadt ist die zweite Einrichtung in der Grafschaft, zu welcher die mobilen Impfteams ausgerückt sind. Insgesamt 129 Bewohner und 137 Mitarbeiter bekommen auf freiwilliger Basis die Spritze mit dem Wirkstoff gegen die Lungenkrankheit Covid-19.

Für die 82-jährige Ingrid Jürriens stand von vornherein fest, sich impfen zu lassen. Sie hofft, dass sich bald Erfolge einstellen und sich die Corona-Situation verbessert: „Das ist das Wichtigste“, betont sie. Ihr 90-jähriger Mann Johann hatte zunächst mit der Impfung gehadert, sich nach Gesprächen mit Angehörigen aber doch dafür entschieden – und sagt nun nonchalant: „Ich habe im Leben schon so viele Spritzen bekommen.“

Zwei mobile Impfteams – jeweils bestehend aus einer Ärztin, einer impfbefähigten Person und einer Verwaltungskraft – sind am Mittwoch und Donnerstag in Bad Bentheim im Einsatz. Mehrere ehrenamtliche Helfer aus verschiedenen DRK-Ortsvereinen der Grafschaft Bentheim unterstützen bei der Vorbereitung und Durchführung der Aktion die Ärztinnen Dr. Marianne Schoppmeyer und Dr. Katrin Lensker vom Gesundheitsamt. Drei DRK-Mitglieder – Tabea Voßkötter, Christa Kreinbrink und Lucas Scholten – werden in Absprache mit ihren Arbeitgebern als „feste Säulen“ der mobilen Teams den ganzen Januar über mitwirken, von ärztlicher Seite werden pensionierte Mediziner hinzukommen.

Bevor es mit der eigentlichen Impfung losgeht, stehen einige Erledigungen an: So werden die Spritzen vorab aufgezogen und der Impfstoff mit Kochsalzlösung verdünnt. Erst anschließend ziehen die Teams von Raum zu Raum. Die Registrierung der Personen erfolgt mittels Smartphone und App. Für die Heimleitung galt es im Vorfeld, Aufklärungsbögen sowie Einwilligungsschreiben unterzeichnen zu lassen und Informationen zum jeweiligen Gesundheitszustand bereitzustellen. Nur wer zugestimmt hat, aktuell kein Fieber aufweist und nicht bereits eine Covid-19-Erkrankung durchgestanden hat, darf geimpft werden. Einrichtungsleiter Friedbert Poffers sieht es als „Lichtblick“, dass die Impfungen nun gestartet sind, und sagt in die Zukunft blickend: „Es ist ein Fingerzeig auf ein Stück weit Normalität.“ In 21 Tagen beginnt das Prozedere noch einmal von vorn: Dann wird die zweite Dosis des Impfstoffs verabreicht.

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