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23.07.2020, 11:41 Uhr

Zwei Nordhorner Kita-Leiterinnen treten in den Ruhestand

Auch im neuen Lebensabschnitt bleibt Mechthild Sommerfeld als Organistin für die Gemeinde tätig. Foto: privat

Auch im neuen Lebensabschnitt bleibt Mechthild Sommerfeld als Organistin für die Gemeinde tätig. Foto: privat

Nordhorn Gleich zwei Mal wurde kürzlich in lutherischen Kitas in Nordhorn Abschied gefeiert. Mechthild Sommerfeld aus der Martin-Luther-Kita auf der Blanke wurde ebenso in den Ruhestand entpflichtet wie Karin Wisniewski aus dem Christuskindergarten im Blumenviertel.

Beide verbindet, dass sie aus dem Erzieherinnenteam heraus jeweils die Leitung „ihrer“ Kita vor Jahren übernommen hatten. Mechthild Sommerfeld, die 27 Jahre in der lutherischen Einrichtung als Erzieherin gearbeitet hatte, war 14 Jahre lang dort als Leiterin tätig gewesen, Karin Wisniewski, deren Tätigkeit ebenfalls Ende der 70er-Jahre begann, hatte die Leitung aus einer Notsituation heraus vor fünf Jahren übernommen und, so drückte es Superintendent Dr. Bernd Brauer in der Entpflichtung aus, „immer mehr Freude daran gefunden“. Brauer lenkte bei der Verabschiedung den Blick darauf, wie sich in den letzten 40 Jahren die Anforderungen an Kindertagesstätten und Erzieherinnen weiterentwickelt hätten: „Quasi von der ,Kindergartentante‘, wie ich sie noch als Kind genannt habe, bis zum in Coronazeiten erlebten systemrelevanten Beruf haben Sie eine unglaubliche Entwicklung nicht nur miterlebt, sondern mitgestaltet. Deshalb beinhaltet der Dank für ein ganzes Berufsleben Respekt und Anerkennung.“

Pastor Simon de Vries betonte in seiner Predigt in der Christuskirche die humorvolle und freundliche Art Wisniewskis, die für die Kinder und die Einrichtung gleichermaßen ein Segen gewesen sei: „Die neue Welt Jesu gehorcht einer Logik in der auch diejenigen, die immer viel von sich geben, lernen müssen, sich beschenken zu lassen wie die Kinder. So ist es mit dem Glauben, so ist es mit dem Ruhestand. Danke, dass wir Sie haben durften.“ Und Gudrun Fokkers, pädagogische Leitung der Kindertagesstätten in Trägerschaft des lutherischen Kirchenkreises Emsland-Bentheim, resümierte in beiden Veranstaltungen über neue Freiheiten, die sich aus dem Ruhestand ergäben: „Leitung von Kindertagesstätten bedeutet, gute Zeiten zu erleben, aber auch anstrengende – wie dieses Jahr gezeigt hat. Mit dem Ruhestand beginnt nun eine Lebensphase, in der man auch mal sich selbst an erste Stelle setzen darf. Das haben sich beide Kita Leiterinnen nun verdient.“

Auf der Blanke wird Sommerfeld der Gemeinde allerdings als Organistin erhalten bleiben, ein Amt, das sie ebenfalls seit Jahren mit Leidenschaft ausfüllt. Der stellvertretende Superintendent Thomas Kersten dankte Sommerfeld ausdrücklich für ihre religionspädagogische Arbeit: „Es war immer dein Anliegen, die Liebe Gottes weiterzugeben, die in dir ist. Kindern in einer wichtigen Entwicklungsphase Vertrauen zu schenken, miteinander zu feiern, aber auch Trauriges zu begleiten. Danke, dass du deine Gaben und Kräfte für die Arbeit in der Kita eingesetzt hast – auch wenn dann nach Feierabend noch die sechs eigenen Kinder zuhause auf dich warteten.“

Da coronabedingt nicht alle Kindergruppen und Eltern bei der Verabschiedung dabei sein konnten, haben die Teams der beiden Kitas jeweils Abschiedsvideogrüße der Kinder zusammengestellt, mit Gedichten, Liedern, Wünschen und einem kleinen Theaterstück. In der Martin-Luther-Kirche waren die Gesichter der Kinder in Form von Aufklebern in den Kirchenbänken gegenwärtig. „Alles hat seine Zeit. Andere werden nun die Aufgabe übernehmen, das Feld zu bestellen, uns bleibt der Dank“, zitierte Kirchenvorstandsvorsitzender Michael Rilke abschließend den Prediger Salomo.

Mit einem bunten Blumenstrauß geht Karin Wisniewski in den wohlverdienten Ruhestand. Foto: privat

Mit einem bunten Blumenstrauß geht Karin Wisniewski in den wohlverdienten Ruhestand. Foto: privat

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