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07.07.2020, 15:01 Uhr

Zoo Osnabrück öffnet Höhenpfad der Löwenanlage

Eröffnen den 132 Meter langen Höhenpfad, der über die Löwenanlage führt: Hans-Jürgen Schröder (Assistenz des Leitungsteams), Dr.E.h. Fritz Brickwedde (Zoopräsident) und Andreas Busemann (Zoogeschäftsführer). (von links nach rechts). Foto: Zoo Osnabrück

Eröffnen den 132 Meter langen Höhenpfad, der über die Löwenanlage führt: Hans-Jürgen Schröder (Assistenz des Leitungsteams), Dr.E.h. Fritz Brickwedde (Zoopräsident) und Andreas Busemann (Zoogeschäftsführer). (von links nach rechts). Foto: Zoo Osnabrück

Osnabrück Der Umbau der Löwenanlage im Zoo Osnabrück nimmt Gestalt an: Nach nur wenigen Monaten Bauzeit wird der erste Teil der neuen Tierwelt für Besucher geöffnet. Damit entfällt ab dem 8. Juli auch die selbst auferlegte Besucherobergrenze, die durch die Online-Reservierung von Zeitfenstern reguliert worden war.

Gleich doppelten Grund zur Freude haben Zoogeschäftsführer Andreas Busemann und Zoopräsident Dr. E.h. Fritz Brickwedde: Ab sofort ist der neue Höhenpfad, der über die Löwenanlage führt, für Besucher begehbar. Damit wird auch ab dem morgigen Mittwoch, 8. Juli, die Besucherobergrenze aufgehoben und Gäste müssen nicht mehr vor dem Besuch ein Zeitfenster für den Einlass reservieren. „Zunächst freuen wir uns sehr, dass der Umbau der Löwenanlage zu Teil 2 der Tierwelt ‚Mapungubwe‘ so gut läuft und der Höhenpfad nun bei der Bauabnahme freigegeben wurde“, berichtet Dr. E.h. Fritz Brickwedde. „Ab sofort können Besucher über den 132 Meter langen Höhenpfad spazieren, die weiteren Bauarbeiten beobachten, aber auch auf direktem Weg zur Samburu-Lodge gehen. Man kann sich auf dem Weg über den Höhenpfad schon richtig gut vorstellen, wie die Anlage der Raubkatzen in ein paar Wochen fertig aussehen wird.“ Die Besucher werden ab sofort über einen Höhenpfad wie in den Tierwelten „Manitoba“ oder „Kajanaland“ geführt, der die Steigung minimiert und somit gut für Rollstühle und Kinderwagen geeignet ist. „Besonders attraktiv sind die Höhenpfade, da sie eine gitterlose Tierpräsentation ermöglichen und sich optimal in die herrliche, hügelige und waldige Kulisse des Zoos am Schölerberg einfügen“, so Brickwedde. Begonnen wurde der Umbau Ende 2019, seitdem arbeiten täglich 12 bis 15 Handwerker auf der Baustelle. Die Außenanlage sowie die Innenbereiche der fünf Löwen werden flächenmäßig verdreifacht. Ist der neu entstandene Bereich für die Löwen fertig gebaut, ziehen die Raubkatzen zunächst in diesen Teil der Anlage, damit die aktuelle Anlage überarbeitet und angepasst werden kann. Erst zum Schluss werden die beiden Teile miteinander verbunden und komplett für die Löwen nutzbar.

Umbau und Vergrößerung der Anlage kosten insgesamt 2,5 Millionen Euro. Dr. E.h. Fritz Brickwedde hat neben seinem Amt des Zoopräsidenten auch den Vorsitz vom Verein „Löwen für Löwen“ inne. Er erklärt: „Vor drei Jahren gründeten wir den Verein, um Geld für den Umbau der Löwenanlage zu sammeln. Wir freuen uns, dass wir das Löwenrudel bislang mit über 480.000 Euro unterstützen konnten – die 500.000 Euro immer fest im Blick.“ Des Weiteren wird der Umbau der Löwen- sowie der Nashornanlage in die Afrika-Tierwelt „Mapungubwe“ gefördert aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE, 1 Million Euro), von der Sparkasse Osnabrück (90.000 Euro), der Stiftung der Sparkasse Osnabrück (210.000 Euro) sowie der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück (90.000 Euro).

Rückkehr zur Normalität

Mit der Öffnung des Höhenpfades soll auch ein Stück mehr Normalität Einzug in den Zoo erhalten, wie Zoogeschäftsführer Andreas Busemann erklärt: „Nach der fast achtwöchigen Schließung waren natürlich alle froh, wieder den Zoo besuchen zu können. Weil sich die Menschen aber im Flaschenhals des Eingangsbereichs stauten, haben wir uns selbst eine Besucherobergrenze auferlegt. Man konnte in den letzten Wochen nur mit einer Online-Reservierung zu uns. Durch die Öffnung des Steges wird dieser Flaschenhals aber aufgebrochen und wir freuen uns, die Obergrenze und Reservierungspflicht ab Mittwoch, 8. Juli, aufheben zu können.“ So teilt sich der Besucherweg wenige Meter nach dem Einlass und die Besucher können sich in zwei Richtungen verteilen. Auch werde gerade daran gearbeitet, bis zum Ende der Woche den Großteil der Tierhäuser wieder zu öffnen und die meisten der temporären Einbahnstraßen auf dem Zoogelände wurden aufgehoben. Weiterhin gelten aber die Maskenpflicht im Eingangsbereich und auf den Toiletten sowie die Einhaltung des Mindestabstandes. „Uns ist bewusst, dass immer noch das Ansteckungsrisiko da ist. Damit wir den Besuchern ein Stück mehr Normalität bieten können, sind wir weiterhin auf Ihre Zusammenarbeit und Eigenverantwortung angewiesen“, so Busemann. Für den Zoo sei die Aufhebung der Besucherobergrenze finanziell sehr wichtig, wie der Zoogeschäftsführer ausführt: „Wir finanzieren uns zu 75 Prozent aus Eintrittsgeldern. In der langen Schließung haben wir Verluste von über 1 Million Euro verzeichnet, denn auch wenn keine Besucher zu uns kommen, müssen die Tiere versorgt werden. Die laufenden monatlichen Kosten liegen bei 500.000 Euro. Wir sind auf die Eintrittsgelder und Spenden angewiesen.“ Mit der Öffnung der Obergrenze werden auch die regulären Eintrittspreise wiedereingeführt, die während der letzten Wochen aufgrund der Einschränkungen reduziert waren. Besuchern wird weiterhin empfohlen online E-Tickets zu kaufen, da der Einlass mit einem E-Ticket zügiger vonstatten geht als mit dem Kauf eines Tagestickets an der Zookasse. Die E-Tickets sind um 10 Prozent rabattiert.

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