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12.08.2020, 09:42 Uhr

Zoo Osnabrück: Baumstachler entwischt

Baumstachler besitzen lange und harte Stacheln mit Widerhaken an den Enden, die sie gut vor Beutegreifern schützen – daher werden Spaziergänger, die Baumstachler Ben entdecken, gebeten, ihn nicht anzufassen. Foto: Zoo Osnabrück

Baumstachler besitzen lange und harte Stacheln mit Widerhaken an den Enden, die sie gut vor Beutegreifern schützen – daher werden Spaziergänger, die Baumstachler Ben entdecken, gebeten, ihn nicht anzufassen. Foto: Zoo Osnabrück

Osnabrück Seit Dienstagnachmittag ist das Baumstachler-Jungtier „Ben“ außerhalb seiner Anlage unterwegs. Der Zoo Osnabrück bittet: Wer das Tier entdeckt, soll es nicht anfassen, sondern die Feuerwehr oder den Zoo informieren.

Der Ende März geborene Baumstachler Ben ließ sich bei der ersten Fütterung am Dienstagmorgen noch Karotten und Apfel schmecken – zur zweiten Fütterung um 14 Uhr erschien er nicht mehr. Nachdem die Tierpfleger ihn nicht in der Anlage, die er sich mit seinen Eltern Mechthild und Manfred teilt, entdecken konnten, starteten sie eine intensive Suche, die bis in den späten Abend ging. „Befinden sich Tiere plötzlich außerhalb ihrer Anlage, der gewohnten Umgebung, sind sie meist irritiert und suchen einen Weg zurück. Leider wissen wir nicht, ob und welchen Weg er genommen hat: Wir haben die Anlage untersucht, können aber keine Ausbruchsstelle finden“, berichtet Tobias Klumpe, Zoologische Leitung. Ob das etwa 40 Zentimeter lange Nagetier sich auf dem Zoogelände oder außerhalb aufhält, sei bislang noch nicht geklärt. „Bei uns bewegen sich sehr viele Beutegreifer wie Füchse. Wir können natürlich nicht ausschließen, dass Ben von einem heimischen Raubtier gegriffen wurde“, so der Biologe. Allerdings besitzen Baumstachler einen sehr guten Schutz: ihre Stacheln. An den Enden der Stacheln sitzen Widerhaken, die schmerzhafte Verletzungen hervorrufen können. „Aus diesem Grund bitten wir auch die Spaziergänger: Wenn Sie das Tier entdecken, fassen Sie es bitte nicht an – das wäre sehr schmerzhaft. Bitte rufen Sie im Zoo oder bei der Feuerwehr an.“

Der Baumstachler findet aufgrund der Vegetation derzeit auch außerhalb des Geheges genügend Futter. Wahrscheinlich zeige er wenig Scheu gegenüber Menschen, wie Klumpe weiß: „Als Zootier ist Ben natürlich Menschen und den Kontakt zu seinen Tierpflegern gewohnt. Daher wird er tendenziell eher neugierig und weniger schüchtern sein.“ Wer den Baumstachler Ben entdeckt, wird gebeten, sich bei der Feuerwehr oder beim Zoo Osnabrück, Telefon 0541 951050, zu melden.

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