09.02.2021, 15:06 Uhr

Zollamt Osnabrück deckt Steuerbetrug und Schwarzarbeit auf

Das Hauptzollamt Osnabrück entlarvt „schwarze Schafe“ unter Arbeitgebern. Foto: Zoll

Das Hauptzollamt Osnabrück entlarvt „schwarze Schafe“ unter Arbeitgebern. Foto: Zoll

Osnabrück Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts (HZA) Osnabrück hat auch im vergangenen Corona-Jahr ermittelt, geahndet und Außenprüfungen durchgeführt. Zuständig hierfür ist die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) mit ihren drei Standorten in Nordhorn, Lohne und Osnabrück, die Kontrollen in allen Wirtschaftsbranchen durchgeführt hat. Mit Schwerpunktprüfungen nahm die FKS eigenen Angaben zufolge besonders die Branchen in den Fokus, „bei denen Kontrollen nach aktueller Lagebeurteilung im besonderem Maße angezeigt waren“. Das betraf im vergangenen Jahr insbesondere die Landwirtschaft, die Abfallwirtschaft, fleischverarbeitende Betriebe sowie die Paket-, Kurier- und Expressdienstleisterbranche.

2360 Ermittlungsverfahren

Die Beschäftigten der FKS haben im vergangenen Jahr insgesamt 763 Arbeitgeber überprüft. „Abgeschlossen werden konnten im vergangenen Jahr 1520 Ermittlungsverfahren wegen Straftaten und 840 Ermittlungsverfahren wegen Ordnungswidrigkeiten“, heißt es in einem Bericht des HZA. Mit ihren Prüfungen haben die Beschäftigten vorenthaltene beziehungsweise veruntreute Sozialversicherungsbeiträge, hinterzogene Steuern und rechtswidrig erlangte Vermögensvorteile von über 11,7 Millionen Euro ermittelt. Durch die Gerichte wurden Täter zu insgesamt 28 Jahren Freiheitsstrafe und über 404.650 Euro Geldstrafe verurteilt. Das HZA selbst hat Bußgelder in Höhe von mehr als 608.000 Euro verhängt. „Die FKS trägt durch die Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung entscheidend zur Sicherung der Sozialsysteme und Staatseinnahmen bei und sichert einen fairen Arbeitsmarkt, so Christian Heyer, Pressesprecher des HZA Osnabrück.

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