07.04.2022, 11:30 Uhr

Zeugen Jehovas gedenken am 15. April Jesu Tod

Wie bei den ersten Christen werden bei den Zeugen Jehovas Brot und Wein als Symbol gereicht. Foto: privat

Wie bei den ersten Christen werden bei den Zeugen Jehovas Brot und Wein als Symbol gereicht. Foto: privat

Nordhorn/Bad Bentheim Das Datum für ihren beweglichen Feiertag überlassen die Zeugen Jehovas nicht dem Zufall, sondern sie richten sich nach dem alten jüdischen Kalender, gemäß dem der Auszug der Juden aus ägyptischer Knechtschaft am 14. Nisan erfolgte, woran bis heute das jüdische Pessach-Fest, auch Passah genannt, erinnert. An seinem letzten gemeinsamen Passah mit seinen Jüngern, das als „das letzte Abendmahl“ in die Geschichte einging, führte Jesus gemäß dem Lukasevangelium einen neuen Gedenktag mit den Worten ein: „Feiert dieses Mahl immer wieder, und denkt daran, was ich für euch getan habe“ (Lukas 22,19, Hoffnung für alle).

Die Grafschafter Gemeinden der Zeugen Jehovas folgen wie ihre Glaubensbrüder weltweit dieser Aufforderung und haben in den vergangenen Wochen vermehrt auch andersgläubige eingeladen, dieser Gedenkfeier beizuwohnen. Im Mittelpunkt dieses besonderen Gottesdienstes, der in diesem Jahr auf Freitag, den 15. April fällt, steht die Dankbarkeit für das Leben und Sterben Jesu und dafür, was dies für jeden einzelnen Menschen bedeutet.

In Bad Bentheim findet die Feier im Königreichssaal der Zeugen Jehovas, Am Beschlag 35, um 20 Uhr statt, in Nordhorn ebenfalls um 20 Uhr im Manz-Saal im NINO-Kompetenzzentrum, Nino-Allee 11. Den Königreichssaal am Steinweg 14 nutzt zur selben Zeit die russisch-sprachige Gemeinde für ihre Feier. Diese fühlt sich in diesem Jahr besonders mit ihren Glaubensbrüdern in und aus der Ukraine verbunden. Da viele Ukrainer Russisch sprechen, kümmern sich derzeit besonders die russisch-sprachigen Gemeinden um ihre nach Deutschland geflohenen Glaubensbrüder.

Bei der Abendmahlsfeier handelt sich um eine schlichte Zeremonie, bei der zunächst eine Ansprache über die Bedeutung des Ereignisses gehalten wird und dann die Symbole Brot und Wein gereicht werden. Der Eintritt ist bei Jehovas Zeugen immer frei; es finden keine Kollekten statt. Man müsse, so die Veranstalter, kein Zeuge Jehovas sein, um sich bei dieser Feier zu informieren, was es aus ihrer Sicht gemäß der Bibel bedeute, dass Christus für uns gestorben sei. Jeder sei hierzu eingeladen.

Am Sonntag, 10. April laden Jehovas Zeugen zudem zu einem Sondervortrag mit dem Thema „Echte Hoffnung – wo zu finden?“ in ihren Königreichssaal ein (deutsch: 10 Uhr, russisch: 16 Uhr, rumänisch: Samstag 18 Uhr).

Beide Veranstaltungen finden sowohl in Präsenz als auch als Videokonferenz statt. Die Einwahldaten zur Videokonferenz können per Mail an jw@noh-aktuell.de oder telefonisch unter 05921 7294474 erfragt werden.