13.01.2022, 13:35 Uhr

Zertifikat audit berufundfamilie des Landkreises gesichert

Die audit berufundfamilie-Projektleiterin und Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Grafschaft Bentheim, Linda Borchers, und der Landrat Uwe Fietzek präsentieren die Auszeichnung für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik in der Kreisverwaltung. Foto: Landkreis

Die audit berufundfamilie-Projektleiterin und Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Grafschaft Bentheim, Linda Borchers, und der Landrat Uwe Fietzek präsentieren die Auszeichnung für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik in der Kreisverwaltung. Foto: Landkreis

Nordhorn Gute Nachrichten für die Region: Die berufundfamilie Service GmbH verkündete ihre Entscheidung, dass der Landkreis Grafschaft Bentheim weiterhin das Zertifikat mit Prädikat zum audit berufundfamilie nutzen darf. Nach der Re-Auditierung im September wurde es bis 2024 verlängert.

„Ein Zertifikat wie dieses ist in Zeiten des Fachkräftemangels von großer Bedeutung. Gerade die aktuelle Corona-Situation hat gezeigt, wie wichtig die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist“, so Landrat Uwe Fietzek. Das Zertifikat mit Prädikat steht für die besondere Anerkennung langjähriger, nachhaltiger Gestaltung familiengerechter Arbeitsbedingungen. Es gilt als bundesweit bekanntes Qualitätssiegel für eine strategisch angelegte Vereinbarkeitspolitik und dient der Mitarbeiterwerbung und -bindung.

Im Jahr 2006 wurde der Landkreis Grafschaft Bentheim erstmals mit dem audit berufundfamilie ausgezeichnet. „Seitdem hat sich einiges getan. Im Verfahren zur Re-Auditierung im September wurden einige Maßnahmen als besonders gelungen hervorgehoben. So ist die Kreisverwaltung gegenüber ihren Mitarbeitern beispielsweise offen im Hinblick auf flexible Arbeitszeiten sowie Arbeitsorte. Nicht erst seit Corona ist das Arbeiten von Zuhause beim Landkreis möglich. Auch die regelmäßige Information der Mitarbeiter zu Vereinbarkeitsthemen war in den vergangenen Zertifizierungszeiträumen sehr erfolgreich“, heißt es vonseiten des Landkreises. Dies geschieht beispielsweise durch die Veröffentlichung von Interviews mit Mitarbeitern im Intranet, die ihre positiven Erfahrungen mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie beim Landkreis schildern, und durch die interne Veranstaltungsreihe zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. „Besonders wichtig ist es, das Thema Pflege nicht zu vernachlässigen. Der demografische Wandel führt dazu, dass fast jeder eine zu pflegende Person im näheren Umfeld hat“, so die audit berufundfamilie-Projektleiterin und Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Grafschaft Bentheim, Linda Borchers.

Im Verfahren zur Re-Auditierung im September wurden zudem bereits neue Maßnahmen und Ziele für den kommenden Zeitraum bis 2024 aufgestellt. Dies ist unter der Leitung der Auditorin Elena de Graat von der berufundfamilie Service GmbH in Zusammenarbeit mit dem Verwaltungsvorstand, der Gleichstellungsbeauftragten und dem landkreisinternen Arbeitskreis audit berufundfamilie, der aus Mitarbeitern verschiedener Fachabteilungen besteht und sich vier Mal jährlich trifft, entstanden.

Das neue Handlungsprogramm konzentriert sich neben den bewährten Maßnahmen, die weitergeführt werden, besonders auf die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter der Kreisverwaltung. So steht eine Überprüfung des Arbeitszeitrahmens mit der Möglichkeit, diesen zu erweitern, im Programm. Ebenso soll das Arbeiten im HomeOffice und das Konzept des Desk-Sharing ausgebaut werden. Des Weiteren sind ein festes Parkplatzkontingent für Mitarbeiter mit familiären Härtefällen sowie Belegplätze in einer Betriebskita geplant. Hier ist der erst Schritt mit der Beteiligung an der Betriebskita „GIPfelstürmer“ im Nordhorner Gewerbe- und Industriepark (GIP) bereits getan.

Ziel des aktuellen Handlungsprogramms ist es, den hohen Entwicklungsstand der familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik zu pflegen und in einzelnen ausgesuchten Bereichen das Optimierungspotenzial zu nutzen.