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15.10.2019, 10:23 Uhr

Zeichentrickfilm: Ritter Trenk hat Platt gelernt

Der erste plattdeutsche Kinderfilm ist am Sonntag, 27. Oktober, um 15 Uhr in Bad Bentheim im Treff 10 zu sehen. Erzählt wird die Geschichte des Ritters Trenk nach einem Buch von Kirsten Boie. Parallel ist der Film auch in Haselünne zu sehen.

Zeichentrickfilm: Ritter Trenk hat Platt gelernt

Mut und Tapferkeit beweist Ritter Trenk im plattdeutschen Zeichentrickfilm. Foto: Universum Film GmbH

Das hASETOR Kulturkino in Haselünne und das Unabhängige Jugendhaus „Treff 10“ in Bad Bentheim zeigen zeitgleich den besonderen Zeichentrickfilm über Mut und Freundschaft – kindgerecht und op Platt! Der Film basiert auf dem Kinderbuch „Der kleine Ritter Trenk“ der bekannten Autorin Kirsten Boie.

Die Familie des Bauernjungen Trenk steht im Dienste des unbarmherzigen Ritters Wertolt. Als eines Tages sein Vater zu Unrecht von Wertolt in den Kerker geworfen wird, zieht Trenk aus, um seine Familie aus der Leibeigenschaft zu befreien. Doch um einen Wunsch frei zu haben und Ritter werden zu können, muss Trenk sich zunächst in einem Turnier bewähren.

Der erste plattdeutsche Kinderfilm ist auch für Kinder mit geringen Plattdeutsch-Kenntnissen geeignet.

Heiko Frese, Vorsitzender des Vereins „Platt und Friesisch in der Schule“ über die Idee zum Film: „Plattdeutsch ist eine Sprache, die einfach zu Norddeutschland gehört. Sie ist ein tolles Kulturgut. Viele, viele Kinder interessieren sich für Plattdeutsch – aber bisher gab es keine Filme für Kinder auf Platt. Diese Lücke zu füllen war unsere Idee.“ Der Einsatz des Vereins hat sich gelohnt. Der Film wurde im September mit dem plattdeutschen Kinder- und Jugendpreis „Lüttjepütt“ ausgezeichnet.

Möglich gemacht haben die plattdeutsche Synchronisation von „Ritter Trenk“ erst die Förderungen in Höhe von insgesamt 85.000 Euro von den Filmförderungen Nordmedia sowie Hamburg – Schleswig-Holstein, der Arbeitsgemeinschaft „Platt is cool“, der Plattdüütsch-Stiftung Neddersassen, der Carl-Toepfer-Stiftung sowie Unternehmen und Einzelpersonen als Sponsoren.

Um sicher zu sein, dass die Rollen mit kompetenten jungen Plattspechern besetzt werden können, haben die Organisatoren ein Platt-Casting veranstaltet. Die Resonanz auf den Aufruf war überwältigend: 170 Kinder haben sich gemeldet und wollten mitmachen. 15 wurden ins Studio zu Probeaufnahmen eingeladen, sechs haben dann die verschiedenen Rollen in ihrem heimatlichen Plattdeutsch eingesprochen.

Bekannte Plattsnacker wie Gerd Spiekermann und Jan Graf sind dabei. Aber auch Axel Prahl, eher für seine Rolle im Münsterschen Tatort bekannt, bekennt sich als Norddeutscher zum Plattdeutschen und hat mitgemacht. So sind Sprecher aus ganz Norddeutschland mit unterschiedlichem Zungenschlag im Film wiederzufinden.

Der Eintritt zu den Vorführungen ist frei. Die Veranstaltung ist Teil des Kulturfestivals „PlattSatt“ der Emsländischen Landschaft. Das vollständige Programm ist unter www.emslaendische-landschaft.de einsehbar.