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13.08.2019, 12:00 Uhr

Wintershall hat Sanierung der Leckagen begonnen

Das Unternehmen will auch an anderen Einpressstellen Undichtigkeiten ausschließen. Ein unabhängiges Labor hat 64 Wasserproben genommen und keine Gefährdung festgestellt. Das weitere Vorgehen wird mit den Behörden abgestimmt.

Wintershall hat Sanierung der Leckagen begonnen

An der Einpressbohrung em 132 ist das Leckwasser ausgetreten. Foto: Hille

Wintershall Dea bereitet nach eigenen Angaben mit höchster Priorität die Sanierung der schadhaften Einpressbohrung Em 132 vor. Nach Abschluss einer laufenden Tiefbohrung errichtet das Unternehmen an dieser Stelle einen ersten Sanierungsbrunnen. Wintershall Dea hatte den Aufsichtsbehörden am 26. Juli eine vorläufige Gefährdungsanalyse übersandt. Demnach ist aus der Bohrung Em 132 Lagerstättenwasser über Leckagestellen, die unterhalb einer Tiefe von etwa 150 Metern liegen, in den Untergrund gelangt.

Nach ersten Einschätzungen könnten 140.000 bis möglicherweise 220.000 Kubikmeter Lagerstättenwasser ausgetreten sein. Untersuchungen von 64 Proben aus Oberflächengewässern und oberflächennahem Grundwasser hätten ergeben, dass es derzeit Anhaltspunkte für eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit noch für das Landökosystem gibt. Die Proben wurden von einem unabhängigen Labor untersucht.

„Wir sind uns durch die Gefährdungsanalyse und die Wasserproben sicher, dass keine Gefahr für die Gesundheit der Menschen und das Landökosystem besteht. Und wir werden weiterhin alles dafür tun, dass dies so bleibt“, sagte Dirk Warzecha, Leiter Wintershall Dea Deutschland. „Wir haben bereits mit der Vorbereitung der Sanierung begonnen. Ferner haben wir Grundwassermessstellen eingerichtet. Alle vier Wochen werden weitere Proben entnommen und permanent unabhängig überprüft“, sagt Warzecha weiter.

In einem Besprechungstermin, an dem unter anderem das Bergamt (LBEG), die Samtgemeinde Emlichheim, der Landkreis Grafschaft Bentheim sowie der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) teilgenommen haben, wurde im Kreishaus Nordhorn das weitere Vorgehen beraten.

„Erstens wollen wir mit all unseren Kräften den entstandenen Schaden sanieren. Zweitens wollen und müssen wir ausschließen, dass andere Bohrungen in ähnlicher Weise betroffen sein könnten. Und drittens müssen wir herausfinden, wie ein solcher Schaden entstehen konnte – mit einer umfassenden Ursachenforschung und einer gründlichen, umfassenden Analyse“, sagte Warzecha. „Wir werden transparent berichten und die Ergebnisse der Öffentlichkeit und den Behörden vorstellen“, versprach Warnitza.

Am 30. Juli hat Wintershall Dea mit einer Tiefbohrung im Abstrombereich der Em 132 in Emlichheim begonnen. Bis zum 9. August wurden bereits 132 Meter an Bohrkernen gezogen. Das unabhängige Labor Eurofins untersucht laufend die Bodenproben, um Informationen über den Austritt von Lagerstättenwasser im tieferen Untergrund zu erhalten. Analyseergebnisse liegen bereits für das Erdreich von der Bodenoberfläche bis zu einer Tiefe von 99 Metern vor. Bisher ergeben sich daraus keine Hinweise auf Lagerstättenwasser in diesem Bereich. Bei der Bohrung Em 51 hatte Wintershall unterhalb von 550 Metern eine mögliche Leckage festgestellt.