25.11.2019, 15:26 Uhr

Feuerwehr Wilsum zu Gast in der NDR1 Plattenküche

Die Freiwilligen Feuerwehrleute besuchten Moderator Michael Thürnau und sprachen über ihre Arbeit bei der Feuerwehr, das Nikolausknobeln und das Verhältnis zu den niederländischen Nachbarn.

Michael Thürnau begrüßt Warse Garbert, Jörg Gerritzen und Ingo Marding (von links). Foto: NDR

Michael Thürnau begrüßt Warse Garbert, Jörg Gerritzen und Ingo Marding (von links). Foto: NDR

Viel zu erzählen gab es in der Sendung „Plattenkiste“ bei NDR 1 Niedersachsen. Am 25. November zwischen 12 und 13 Uhr unterhielten sich Warse Garbert, Jörg Gerritzen und Ingo Marding mit Moderator Michael Thürnau über die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Wilsum.

Ortsbrandmeister Jörg Gerritzen freut sich besonders über das neue Feuerwehrhaus, in das sie Anfang März gezogen sind. Dazu gab es einen Tag der offenen Tür, um der Gemeinde das neue Haus vorstellen zu können. Derzeit sind 47 Aktive bei der Feuerwehr, Nachwuchsprobleme kennt er noch nicht. Gern würde er neben den Männern auch Frauen gewinnen. Junge Männer melden sich immer wieder bei der Freiwilligen Feuerwehr. Eine Jugendfeuerwehr gibt es nicht in Wilsum. Wer beginnt, macht eine Art „Schnupperjahr“ mit, dann beginnen die Lehrgänge. Die Ausstattung ist gut, generell passt es, betont er, auch wenn manchmal durchaus ein altes Fahrzeug schneller ersetzt werden könnte. Ein Leben ohne Feuerwehr kann sich Jörg Gerritzen gar nicht vorstellen. Seine Familie ist eingebunden. Einmal in der Woche laufen die Sirenen noch zum Probe-Alarm.

An diesem Wochenende steht das traditionelle Knobeln zum Advent an. Eigentlich ist es ein Glücksspiel, doch die Leute in der Grafschaft haben eine Sondergenehmigung - denn geknobelt wird für einen guten Zweck, berichtet Warse Garbert. Im Knobelbecher sind zwei Würfel - die höchste Zahl gewinnt. Wer kommt, kennt die Regeln. Wer es nicht kennt, kommt schnell rein, versichert Warse Garbert. Für die Sieger werden gerade Mettwürste gemacht, und zwar etwa 400 Stück, erzählt er. Nicht nur die Wilsumer kommen zusammen, sondern auch Gäste aus den umliegenden Gemeinden. Am Sonnabend um 14.30 Uhr geht’s im Dorfgemeinschaftshaus los, gleichzeitig zieht der Nikolausumzug für die Kinder los. Die Feuerwehr ist so neben ihrer Arbeit auch ein sozialer Anlaufpunkt im Ort.

Ingo Marding ist angetan von der guten Zusammenarbeit mit den Niederländern im deutsch-niederländischen Grenzgebiet. Gemeinsam fahren sie Übungen wie auch Einsätze und unterstützen sich gegenseitig. Eine Abordnung reist beispielsweise zum Neujahrsempfang in die Niederlande, im Gegenzug kommen die Niederländer zu Besuch nach Wilsum. Längst haben sie Adapter entwickelt und gebaut für ihre Geräte, um einander zu helfen, wenn es zum gemeinsamen Einsatz geht. Über die Leitstelle werden solche Einsätze ausgelöst. Die Verständigung läuft meist auf Plattdeutsch. Inzwischen haben sie aber auch Niederländisch gelernt, erzählt Ingo Marding. Die Grenze merkt man nicht, bestätigt er erfreut.

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