16.05.2022, 16:30 Uhr

Wietmarscher Feuerwehrleute zu 38 Einsätzen ausgerückt

Zum Gruppenfoto mit den geehrten, beförderten und verabschiedeten Kameraden der Ortsfeuerwehr Wietmarschen traten an: Bürgermeister Manfred Wellen, Ralf Möller, Matthias Osseforth, Antonius Engbers, Manfred Esders, Helmut Junk, Holger Ensink, Mirko Lühn, Leon Rehring, Gerrit Sütthoff, Mike Niehoff, Josef Bruns, Andreas Klewing, Reinhold Bramkamp und Daniel Loehrke (von links). Foto: privat

Zum Gruppenfoto mit den geehrten, beförderten und verabschiedeten Kameraden der Ortsfeuerwehr Wietmarschen traten an: Bürgermeister Manfred Wellen, Ralf Möller, Matthias Osseforth, Antonius Engbers, Manfred Esders, Helmut Junk, Holger Ensink, Mirko Lühn, Leon Rehring, Gerrit Sütthoff, Mike Niehoff, Josef Bruns, Andreas Klewing, Reinhold Bramkamp und Daniel Loehrke (von links). Foto: privat

Wietmarschen Auf ein von Corona geprägtes Jahr 2021 blickte Ortsbrandmeister Holger Ensink in seinem Bericht auf der Hauptversammlung der Ortsfeuerwehr Wietmarschen zurück. Durch die sich stetig ändernde Infektionslage waren viele zusätzliche Abstimmungen erforderlich, ob und mit welchen Einschränkungen der Dienstbetrieb stattfinden konnte. Dennoch konnten in 2021 insgesamt 1558 Stunden Ausbildungsdienst geleistet werden, teilte Ensink den anwesenden Kameradinnen und Kameraden mit.

Die Ortsfeuerwehr Wietmarschen verfügt über 70 aktive Einsatzkräfte. Da zwei Kameraden im vergangenen Jahr in die Alters- und Ehrenabteilung wechselten, beträgt der Altersdurchschnitt daher fast unverändert zum Vorjahr 36,5 Jahre. Die Wietmarscher Feuerwehrleute besuchten fünf Lehrgänge auf Kreisebene. „Durch die Einschränkungen der letzten Jahre hat sich eine Warteliste für die Ausbildung gebildet, die nun schnellstmöglich abgebaut werden sollte“, erklärte Ortsbrandmeister Ensink.

2437 Stunden ehrenamtliche Arbeit

Die Ortsfeuerwehr Wietmarschen rückte im Jahr 2021 zu insgesamt 38 Einsätzen aus, die zehn Fehlalarme, acht Brandeinsätze sowie 18 Hilfeleistungseinsätze umfassten. Zu fünf Hilfeleistungseinsätzen wurde die Feuerwehr unter der Alarmierung „H3Y – eingeklemmte Person“ gerufen. Dabei handelte es sich um schwere Verkehrsunfälle auf der Autobahn oder Landstraße, bei denen allein im vergangenen Jahr fünf Personen tödlich verletzt wurden. Ortsbrandmeister Holger Ensink lobte in diesem Zusammenhang die sehr gute und wichtige Hilfe der Notfallseelsorge bei diesen belastenden Einsätzen. „Insgesamt wurden bei allen Einsätzen 690 Stunden absolviert“, berichtete er. Zusammen mit den Stunden, die an Dienstabenden, bei Lehrgängen sowie bei Ortskommandositzungen und anderen Besprechungen geleistet wurden, kommen bei 70 aktiven Kameraden damit über 2437 Stunden an ehrenamtlicher Tätigkeit zusammen.

Der Ortsbrandmeister bedauerte, dass das Land Niedersachsen keine Möglichkeit sieht, eine Unterstützung für den Brandschutz im Dalum-Wietmarschener Moor zu leisten, die bereits 2019 beantragt wurde. Ensink teilte mit, dass dieses Anliegen noch einmal durch die Kommunen und die staatliche Moorverwaltung an die Staatskanzlei übermittelt wurde. Abschließend ging Ensink auf den notwendigen Anbau an das Feuerwehrhaus ein. Als Zielsetzung wurde zwischen der Gemeinde und der Feuerwehr ein bezugsfertiger Anbau Ende 2024 abgestimmt. „Dieses Ziel sollte unbedingt weiterhin verfolgt werden. Die planerische Ausarbeitung auf Grundlage des vorhandenen Vorentwurfs muss umgehend in die Wege geleitet werden, um das Ziel erreichen zu können – auch wenn finanzielle Planungen insbesondere im Baubereich momentan nicht einfach sind“, betonte er.

Christian Schnieders als Schulklassenbetreuer berichtete, dass im Rahmen der Brandschutzerziehung 81 Kinder des Edith-Stein-Kindergartens und 47 Kinder der dritten Klassen in der Sünte-Marien-Schule unterrichtet wurden. Schnieders bedankte sich bei Manuela Holle und Johannes Bruns für die Unterstützung bei dieser Aufgabe.

Beförderungen und Neuwahlen

Aus dem Kreis der aktiven Wietmarscher Kameraden wurde Mirko Lühn zum Feuerwehrmann befördert. Mike Niehoff, Marvin Paust, Leon Rehring, Marcus Schomakers, Jonas Bökers, Hannes Bramkamp, Jannis Gravelmann, Jos Gravelmann, Andreas Klewing und Hendrik Jeising stiegen auf zum Oberfeuerwehrmann. Die ehemaligen Hauptfeuerwehrmänner Ralf Möller, Joachim Hütten, Matthias Osseforth, Manfred Esders und Ferdi Osterkamp tragen nun den Dienstgrad Erster Hauptfeuerwehrmann.

Die Kameraden Josef Bruns, Antonius Engbers und Helmut Junk werden auf der nächsten Jahreshauptversammlung der Gemeindefeuerwehren in die Alters- und Ehrenabteilung wechseln. Beiden wurde bereits vorab als Dank der Ortsfeuerwehr ein Präsent überreicht.

Bei den anschließenden Wahlen, die allesamt einstimmig erfolgten, wählten die anwesenden Mitglieder Christian Schnieders zum Kassenprüfer, der das Amt von Holger Lühn übernimmt. Wiedergewählt wurden Sigfried Hangbers als Kassenwart, Ingo Heilemann als Zeugwart, Jörg Wübbels als Sicherheitsbeauftragter und Manuela Holle als Schriftführerin.

Dank für ehrenamtliches Engagement

Seinen Dank an die Feuerwehrleute für die geleisteten Stunden sprach auch Bürgermeister Manfred Wellen aus, ihm schlossen sich die Ratsmitglieder Andre Olthoff und Wilfried Keuter an. Mit Blick auf die hohe Zahl der Todesopfer äußerte Wellen seinen Eindruck, dass sich das Verhalten der Verkehrsteilnehmer geändert habe und es offenbar dadurch vermehrt zu Unfällen kommen würde.

Gemeindebrandmeister Reinhold Bramkamp lobte die Einsatzkräfte insbesondere für die reibungslose Umsetzung der besonderen Maßnahmen, die aufgrund der Pandemie ergriffen werden mussten. In seiner Rede ging er unter anderem auf die vielfältigen Aufgaben ein, die den drei Feuerwehren in der Gemeinde Wietmarschen in den nächsten Jahren bevorstehen werden.

Kreisbrandmeister Daniel Loehrke gab den Anwesenden in seinem abschließenden Vortrag einen Überblick über die vielfältigen Themen der Kreisfeuerwehr. Auch Loehrke bedankte sich bei den Wietmarscher Feuerwehrleuten für ihr tatkräftiges freiwilliges Engagement zum Wohl der Allgemeinheit. Seinem Dank ließ er den Wunsch folgen, dass alle Kameraden stets unverletzt von ihren Einsätzen zurückkehren mögen.