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23.07.2019, 13:05 Uhr

Woran man Wassermangel bei Bäumen erkennt

Lassen Blumen und Sträucher die Blätter hängen oder färbt sich der Rasen gelb, weiß der Hobbygärtner: Jetzt muss ich die Pflanzen wässern. Doch wie machen Bäume bei Trockenheit auf sich aufmerksam?

Woran man Wassermangel bei Bäumen erkennt

Bei anhaltender Trockenheit wässert schon mal die Feuerwehr die Straßenbäume. Doch mancherorts sollten auch Bürger zu Schlauch oder Kanne greifen. Foto:

dpa/tmn Bonn Wenn Bäume unter Trockenheit und Hitze leiden, ergreifen sie selbst Schutzmaßnahmen. Dazu gehört der Abwurf der Blätter und Früchte. Das scheint radikal, hilft aber den Bäumen dabei, den Wasserverlust über Verdunstung durch die Blätter zu reduzieren.

Birken zum Beispiel können nach Angaben der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald gleich alle Blätter auf einmal abwerfen, was die Transpiration um 95 Prozent verringert. Aber sie bilden schnell wieder neues Laub.

Geht es manchen Bäumen besonders schlecht, trennen sie sich auch mal von ganzen Ästen. Das kommt etwa bei Eichen, Weiden und Pappeln vor, sie geben die untersten Seitenzweige eines Jahrestriebes auf, erklären die Experten. Die Bäume bilden Korkgewebe am Zweig und trennen ihn so von der Versorgung ab. Fällt der Ast ab, ist die Wunde damit schon verheilt. Während sie oberirdisch abbauen, bilden die Bäume aber bei Trockenheit gleichzeitig neue Wurzeln.

Was können Hobbygärtner tun? Viele Städte bitten im Hochsommer ihre Bürger, Straßenbäume zu gießen. Sie selbst schaffen es nicht, alle zu versorgen. Auch die großen Bäume im eigenen Garten können zusätzliches Wasser gut gebrauchen.

Laut Bund deutscher Baumschulen benötigt ein Straßenbaum je nach Größe 9 bis 14 Liter Wasser pro Tag. Längere Hitze und Trockenheit belasten besonders junge Bäume, weil sie weniger Wasserreserven haben.