21.01.2020, 10:30 Uhr

Werkstattgespräch zu Gleichstellungsarbeit und Politik

Gleichstellungspolitik lohnt sich! Unter diesem Motto hatte das Niedersächsische Gleichstellungsministerium Politiker sowie Gleichstellungsbeauftragte aus der gesamten Region Weser Ems Süd zu einem Werkstattgespräch nach Lingen eingeladen.

Im Ratssaal der Stadt Lingen sprachen die Teilnehmenden über das Zusammenwirken von politischer Arbeit und Gleichstellungsarbeit in der Region Weser-Ems Süd. Foto: Stadt Nordhorn

Im Ratssaal der Stadt Lingen sprachen die Teilnehmenden über das Zusammenwirken von politischer Arbeit und Gleichstellungsarbeit in der Region Weser-Ems Süd. Foto: Stadt Nordhorn

Die Stadt Nordhorn und weitere Grafschafter Kommunen waren hier ebenfalls vertreten. Insgesamt trafen sich knapp 40 Vertreterinnen und Vertreter aus den drei Landkreisen Osnabrück, Emsland und der Grafschaft Bentheim. Für die Stadt Nordhorn waren Nordhorns Gleichstellungsbeauftragte Anja Milewski und Ratsfrau Susanne Dittmann nach Lingen gereist. Mit dabei war auch Valentina Schwab, die Dittmann aktuell im Rahmen des Mentoring-Programms „Frauen. Macht. Politik.“ begleitet. Aus Neuenhaus nahm die Gleichstellungsbeauftragte Andrea Winter mit Ratsfrau Elisabeth Berger teil. Der Landkreis Grafschaft Bentheim wurde durch die Gleichstellungsbeauftragte Zdravka Buettner vertreten.

Ziel der Veranstaltung war es, die Kommunikation und gegenseitige Wertschätzung zwischen Kommunalpolitik und Gleichstellungsstellen zu vertiefen. Dazu sprach zunächst die zuständige Referatsleiterin Dr. Uta Maritta Biermann vom Gleichstellungsministerium. Gemeinsam wurde anschließend in Workshops erarbeitet, wie insbesondere junge Frauen für Kommunalpolitik im Allgemeinen und für gleichstellungspolitische Arbeit im Besonderen begeistert werden können. Aus Sicht der Teilnehmenden ist es wichtig, Erfolgsgeschichten von Frauen zu erzählen und dadurch Lust zu machen auf Mitgestaltung und auch auf Macht. Ideal seien auch Vernetzungsangebote für Ratsfrauen, wie sie in Nordhorn bereits eine lange Tradition haben. Frauen in Führungspositionen zu unterstützen und gleichzeitig für politische Belange zu sensibilisieren sei ebenfalls ein wichtiger Weg.

Diskutiert wurde außerdem über die Frage, wo und mit welchen Themen sich junge Frauen heute am besten erreichen lassen und welche Veränderungen etablierte Parteien und Netzwerke kurzfristig angehen sollten, um wieder interessant zu werden. Die Ergebnisse sind in einer Fotodokumentation zusammengefast, die bei den örtlichen Gleichstellungsbeauftragten angefragt werden kann. Milewski als Koordinatorin der Regionalkonferenz Weser-Ems Süd begrüßt das verstärkte Engagement des Landes Niedersachsen zur Verknüpfung von Politik und Gleichstellung: „Veranstaltungen wie diese sowie das aktuell laufende Mentoringprogramm „Frauen. Macht. Politik.“ sind wichtige Schritte auf dem Weg zu einer paritätischen Besetzung der Stadträte und Kreistage.“

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