12.11.2019, 01:30 Uhr

Werke von Uelser Landschaftsmaler im Fokus

Der Uelser Künstler Arnold Voet hat sich auf die Malerei in Acryl und Aquarell spezialisiert.

Arnold Voet mit einem seiner vielen Motive im Hintergrund. Foto: Wolfgang Weßling

Arnold Voet mit einem seiner vielen Motive im Hintergrund. Foto: Wolfgang Weßling

Angefangen hat der künstlerische Werdegang von Arnold Voet, den viele in Uelsen unter anderem als ehemaligen CDU-Ratsherren kennen, mit Filzstiften. Zunächst ohne weiteren Ehrgeiz, eigentlich nur aus Spaß am Ausprobieren. Doch als seine Frau Gerda die Zeichnungen zu Gesicht bekam, erkannte sie das Talent ihres Mannes. Sie schenkte ihm zu Weihnachten Malutensilien und ein Buch mit dem Titel „Einführung in die Aquarellmalerei“. Das weckte den Ehrgeiz von Arnold Voet.

Trotz der anstrengenden und verantwortungsvollen Arbeit als Verkaufsleiter bei der damaligen Weltfirma Nino belegte er Kurse (Freihandzeichnen und Farblehre) bei der Volkshochschule. Der damalige Dozent Wolf Wrisch begleitete mit kritischem Blick die künstlerische Entwicklung von Arnold Voet, der sich die Landschaft zum Thema gemacht hatte. Einen großen Einfluss übten dabei die Maler des Impressionismus aus. Doch die Malweise von Arnold Voet ist eine andere. Sie orientiert sich mehr am Realismus und ist auch im Detail äußerst genau.

Auf die Motive stößt Arnold Voet bei Fahrradtouren in der Region, auch in den benachbarten Niederlande, aber auch bei Urlauben. Sie hält er mit dem Fotoapparat fest. Beim Malen wird das Gesehene aber nicht 1:1 im Stil des Photorealismus wiedergegeben. Bei den Landschaftsbildern, die der Uelser Maler auf die Leinwand bannt, sind zwei Dinge von großer Wichtigkeit: der Bildaufbau und das Einfangen der Lichtstimmung. Im Atelier, das er sich in seinem schönen Haus in Uelsen eingerichtet hat, geschieht der kreative Akt des Malens. Es entstehen Motive, bei denen Landschaftselemente zusammengefügt werden, die in dieser Weise überhaupt nicht zusammengehören, aber optisch einfach besser passen. Das gilt auch für das Licht. Es muss nicht immer zu dem Gesehenen passen. Es muss zu dem Empfinden des Künstlers passen.

Prägend hierbei war der Kontakt zu dem niederländischen Maler Janhendrik Dolsma, dessen Bilder er zufällig bei einer Ausstellung in Ommen sah. Janhendrik Dolsma ist vom Meer, den Stränden und Dünen fasziniert. Vor allem die Nordseeküste der Niederlande mit ihren breiten Stränden und ihren besonderen silbrigen Lichtern begeistert ihn immer wieder. Er bewegt sich dabei auf den Spuren der Den Haager Schule, die von 1870 bis 1920 die niederländische Kunst wesentlich bestimmte.

Inzwischen sind die Werke von Arnold Voet schon in einigen Ausstellungen zu sehen gewesen, unter anderem in Hulshorst, Lattrop und Itterbeck. Mit großem Erfolg präsentierte er sich auch beim Kunstmarkt in Ootmarsum.

Darüber hinaus hat er sich organisatorisch an einem Jongkind-Malwettbewerb zur Erinnerung an den 200. Geburtstag des niederländischen Impressionisten beteiligt. Nähere Informationen: www.nature-artworks.com und auf der Facebook-Seite von Arnold Voet.