29.10.2019, 23:00 Uhr

Weitere Gesellschafter treten der Breitbandgesellschaft bei

Der Infrastrukturausbau für ein schnelles Breitbandnetz im Landkreis Grafschaft Bentheim geht weiter voran. Die 2016 gegründete „Breitband Grafschaft Bentheim GmbH & Co KG“ ist nun im Rahmen einer Gesellschafterversammlung erweitert worden.

Treten gemeinsam für den Breitbandausbau in der Grafschaft Bentheim an (von rechts): Thomas Berling (Bürgermeister Stadt Nordhorn), Arndt Kuipers (Stadtwerke Neuenhaus), Dr. Michael Angrick (Geschäftsführer nvb), Ludwig Epmann (Erster Samtgemeinderat SG Uelsen), Manfred Wellen (Bürgermeister Wietmarschen), Hartmut Klokkers (Stadtwerke Schüttorf-Emsbüren), Notar Peter Janitschke, Johannes Schnieders (Stadtwerke Neuenhaus), Manfred Windhaus (Bürgermeister SG Schüttorf), Dr. Michael Kiehl (Kreisrat Landkreis), Ansgar Duling (Erster Samtgemeinderat SG Emlichheim), Karsten Müller (Wirtschaftsförderung Stadt Nordhorn), Michael Kramer (Erster Samtgemeinderat SG Neuenhaus), Jan-Hermann Hans (nvb), Ralf Hilmes (Wirtschaftsförderung Landkreis). Foto: Landkreis Grafschaft Bentheim

Treten gemeinsam für den Breitbandausbau in der Grafschaft Bentheim an (von rechts): Thomas Berling (Bürgermeister Stadt Nordhorn), Arndt Kuipers (Stadtwerke Neuenhaus), Dr. Michael Angrick (Geschäftsführer nvb), Ludwig Epmann (Erster Samtgemeinderat SG Uelsen), Manfred Wellen (Bürgermeister Wietmarschen), Hartmut Klokkers (Stadtwerke Schüttorf-Emsbüren), Notar Peter Janitschke, Johannes Schnieders (Stadtwerke Neuenhaus), Manfred Windhaus (Bürgermeister SG Schüttorf), Dr. Michael Kiehl (Kreisrat Landkreis), Ansgar Duling (Erster Samtgemeinderat SG Emlichheim), Karsten Müller (Wirtschaftsförderung Stadt Nordhorn), Michael Kramer (Erster Samtgemeinderat SG Neuenhaus), Jan-Hermann Hans (nvb), Ralf Hilmes (Wirtschaftsförderung Landkreis). Foto: Landkreis Grafschaft Bentheim

Um auch die bislang nicht erschlossenen Bereiche Nordhorns und Schüttorfs mit schnellen Glasfaserleitungen versorgen zu können, sind die Stadt Nordhorn, die Samtgemeinde Schüttorf und die Stadtwerke Schüttorf-Emsbüren GmbH der Breitbandgesellschaft beigetreten. Ralf Hilmes, Wirtschaftsförderer des Landkreises Grafschaft Bentheim und für die Koordination des Breitbandausbaus in der Grafschaft zuständig, freut sich über die Verstärkung: „Der Breitbandausbau in der Grafschaft Bentheim ist eine zur Sicherung des Standorts ebenso notwendige wie große Herausforderung, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Je mehr Schultern die Last tragen, desto leichter fällt die Realisierung dieses Mammutprojektes.“

Die Breitbandgesellschaft war vor drei Jahren gegründet worden, um den Ausbau der digitalen Infrastruktur schwerpunktmäßig in der Niedergrafschaft (Emlichheim, Uelsen, Neuenhaus und Wietmarschen) voranzutreiben. Laut Jan-Hermann Hans und Ansgar Duling, Geschäftsführer der Breitbandgesellschaft, sind die Arbeiten dort bereits weit fortgeschritten: „Das Cluster Emlichheim ist im September an die Betreibergesellschaft, die Grafschafter Breitband, übergeben worden. Aktuell laufen die Ausbauarbeiten in Uelsen und Neuenhaus auf Hochtouren. Anschließend geht es nach Wietmarschen. Ziel ist, das Projekt möglichst noch in diesem Jahr abzuschließen.“ Wie die beiden Geschäftsführer weiter mitteilen, hat sich die Breitbandgesellschaft in den zurückliegenden drei Jahren viel Prozesskompetenz angeeignet - vor allem im Förder- und Vergabegeschäft - und darüber hinaus sehr in den Aufbau eines darüber hinausgehenden Kompetenznetzwerks investiert. Viele Millionen Euro konnten so bereits für den Ausbau des Grafschafter Breitbandes von Bund und Land akquiriert werden.

Hierbei habe man auch über den Bereich der Niedergrafschaft hinausgehende Bereiche der Grafschaft Bentheim nicht aus den Augen verloren, betont Hilmes. „Gemessen an den heutigen Standards gibt es in den Randbereichen Nordhorns und der Obergrafschaft zahlreiche Adressen, die nicht adäquat mit modernen Bandbreiten versorgt sind. Die Fördermittel aus Berlin und Hannover schließen den Ausbau dieser Gebiete bereits mit ein.“ Dies gilt auch für diejenigen Bereiche in der Niedergrafschaft, die in der Breitbandstrukturplanung aus dem Jahre 2014 nach damaligem Standard als versorgt eingestuft wurden, es nach heutigen Vorgaben aber nicht mehr sind. „Der aktuelle, durch die Digitalisierung verursachte Strukturwandel legt ein enormes Tempo vor. Durch unsere dreistufige Breitbandausbaustrategie – Projekt Niedergrafschaft Teilabschnitt 1, Folgeprojekt Nordhorn/Obergrafschaft sowie Projekt Niedergrafschaft Teilabschnitt 2 - wollen wir Schritt und Anschluss halten an die aktuellen, sehr dynamischen Entwicklungen.“

Laut Kreisrat Dr. Michael Kiehl war die nun vorgenommene, formale Erweiterung der „Breitband Grafschaft Bentheim GmbH & Co KG“ um Vertreter aus den entsprechenden Gebieten nur folgerichtig. Neben der Samtgemeinde Schüttorf und den Stadtwerken Schüttorf-Emsbüren ist auch die Stadt Nordhorn dem Kreis der Gesellschafter beigetreten. Karsten Müller, Wirtschaftsförderer der Stadt Nordhorn, wird zudem die kaufmännische Geschäftsführung der Gesellschaft für das Erweiterungsgebiet übernehmen. Für den Bereich Niedergrafschaft bleibt weiterhin sein Pendant Ansgar Duling, Samtgemeinderat in Emlichheim, zuständig, während die technische Geschäftsführung in den Händen des Geschäftsführers Jan-Hermann Hans (nvb) und dem Prokuristen Arndt Kuipers (Stadtwerke Neuenhaus) liegt.

Die technische Geschäftsführung wird demnächst um den Bereich der Samtgemeinde Schüttorf erweitert. Kreisrat Dr. Michael Kiehl begrüßt zudem die weiteren eigenwirtschaftlichen Aktivitäten im Glasfaserausbau im Kreisgebiet, die den flächendeckenden Breitbandausbau flankieren. Kiehl zeigt sich zufrieden von dem gemeinschaftlichen Ansatz der Breitbandgesellschaft: „Mit der dortigen Ausbaupolitik folgen wir konsequent den Empfehlungen des Bundes und des Landes, auf deren Fördermittel wir zwingend angewiesen sind.“ Das Konzept einer gemeinschaftlichen Breitbandgesellschaft sorge zudem dafür, dass das Breitbandnetz in kommunaler Hand verbleibe und auf diese Weise auch künftig politische Einflussmöglichkeiten bestünden.

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