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20.09.2019, 05:50 Uhr

Was tun bei herausforderndem Verhalten von Demenz-Patienten?

Wutanfälle oder unruhiges Umherstreifen: Wer als Pflegender mit solchem Verhalten von Demenz-Patienten konfrontiert ist, sollte auf Ursachenforschung gehen. Der erste Schritt dazu ist relativ einfach.

Was tun bei herausforderndem Verhalten von Demenz-Patienten?

Pflegende Angehörige benötigen besonders für Demenz-Kranke sehr viel Geduld. Foto: Jens Kalaene/dpa

dpa/tmn Berlin Wenn Demenz-Patienten ständig schreien oder das Essen verweigern, kann das für Pflegende zur Geduldsprobe werden. Wie aber geht man am besten mit herausforderndem Verhalten um? Zunächst sollte man versuchen, es möglichst präzise zu beschreiben, rät Pflegewissenschaftlerin Prof. Daniela Holle von der Hochschule für Gesundheit Bochum.

Das helfe dabei, das Verhalten besser zu verstehen, erklärt die Expertin in einem Video des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) und der Stiftung Gesundheitswissen. Bestimmte Fragen können dafür wichtige Ansatzpunkte liefern: Wie häufig passiert das? Um welche Art von Verhalten handelt es sich - ist der Betroffene etwa eher unruhig oder eher teilnahmslos? Tritt das Verhalten nur in manchen Situationen auf - zum Beispiel in der Anwesenheit von bestimmten Personen oder wenn keiner da ist?

Auf diese Weise bekomme man viele Anhaltspunkte für mögliche Ursachen, so Holle. Und die können wiederum dabei helfen, eine Lösung zu finden.

Die Hintergründe verstehen

Auch ein besseres Verständnis der Hintergründe kann helfen, wenn der Geduldsfaden kurz vor dem Reißen steht. „Im Zuge der Demenz kommt es zu kognitiven Veränderungen und damit auch zu sprachlichen Veränderungen“, so Holle. Betroffene könnten Worte nicht mehr verstehen und hätten gleichzeitig Probleme, sich selbst verständlich auszudrücken. Angehörige sollten daher herausforderndes Verhalten als eine Form der non-verbalen Kommunikation verstehen.

Wer als Pflegender Unterstützung und Rat zu dem Thema sucht, kann sich an regionale Alzheimer-Gesellschaften oder Beratungsstellen wenden. Aber auch ein Besuch beim Hausarzt kann Aufschluss darüber geben, ob körperliche Beschwerden Auslöser für das Verhalten sind.

Weitere Informationen zum Thema Demenz sind über die ZQP-Webseite aufrufbar.