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31.12.2018, 09:47 Uhr

Was der Stern von Bethlehem den Menschen bedeutet

Christoph Lohuis sprach in der Sternwarte Neuenhaus über den Stern von Bethlehem. Auf seiner Reise in die Vergangenheit beleuchtete er astronomische Phänomene und historische sowie theologische Aspekte.

Was der Stern von Bethlehem den Menschen bedeutet

Christoph Lohuis sprach über den Stern von Bethlehem. Foto:privat

Neuenhaus In der Sternwarte Neuenhaus steht der letzte Mittwoch vor Heilig Abend traditionell unter dem Stern von Bethlehem. Begrüßt wurden die Besucher durch die Middwinterhorngruppe Neuenhaus-Veldhausen, die ihre urigen Töne von der Beobachtungsterrasse über den Dächern von Neuenhaus erklingen ließ. Beim Verzehr von warmen Getränken und Gebäck füllte sich die ausverkaufte Sternwarte zusehends. „Die Veranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Institution in der Region entwickelt“, sagt Christoph Lohuis. Aktuell läuft der Kartenvorverkauf für die Veranstaltung im kommenden Jahr, für die bereits viele Plätze vergriffen sind. Thorsten Lohuis ergänzt, dass die Einnahmen nicht der ehrenamtlich geführten Sternwarte zu Gute kommen, sondern an die Palliativ-Station der Euregio-Klinik Nordhorn gespendet werden.

In einem allgemein verständlichen Vortrag nahm Christoph Lohuis die Gäste mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Astronomische Phänomene und historische sowie theologische Aspekte mündeten in den Fragestellungen, woher die Sterndeuter kamen, was der Stern von Bethlehem gewesen sein könnte oder in welchem Jahr Jesus geboren wurde. Um sich einen plastischen Eindruck vom damaligen Sternenhimmel zu verschaffen, nahm Thorsten Lohuis die Besucher im Anschluss mit ins Fulldome-Planetarium. Nach dem Einsetzen der Dunkelheit öffnete sich der Sternenhimmel über Bethlehem im Herbst des Jahres 7 vor Christus. Für die Besucher ein spannendes Erlebnis, den Sternenhimmel der damaligen Zeit mit den eigenen Augen entdecken zu können. Am Ende resümierte Christoph Lohuis, dass man den Stern von Bethlehem aus naturwissenschaftlicher Sicht nicht nachweisen kann, aber vielleicht die Symbolik des Sterns und des Kindes in der Krippe in der heutigen Welt die wichtigere Erkenntnis seien. Zum Abschluss ging es in die Ausstellung der Sternwarte und Überbleibsel von Sternschnuppen konnten in die Hände genommen werden und erste Wünsche für das kommende Jahr ließen nicht lange auf sich warten.

Parallel konnte ein erster Blick auf die sich im Aufbau befindende Meteoritenausstellung vorgenommen werden, die Fragemente vom Mars oder des Tscheljabinsk-Meteoriten enthält. In der Ausstellung führte Christoph Lohuis den Gästen die Zerbrechlichkeit der Erde vor Augen, wenn diese einmal aus einer anderen Perspektive betrachtet wird. Hierbei verwies Lohuis auf die ISS und Alexander Gerst sowie die Apollo-Missionen. Vor genau 50 Jahren las der Astronaut William Anders an Heilig Abend des Jahres 1968 aus der Schöpfungsgeschichte vor. Das Interessante, zu diesem Zeitpunkt umrundete Anders mit zwei weiteren Astronauten den Mond. Gepaart wurden diese Worte mit einer der wichtigsten Fotografie der Zeitgeschichte, dem Aufgang der Erde über dem Mond. Lohuis zeigte, dass aus der Entfernung des Mondes die Erde die scheinbare Größe eines Daumens bei ausgestreckten Arm besitzt und sich alles für den Menschen Relevante auf dieser kleinen, aber sehr lebendigen Kugel befindet. Zum Ende verwies Lohuis auf das Video „Nachricht an meine Enkelkinder“ von Alexander Gerst, das die Zerbrechlichkeit der Erde in den Fokus rückt und auf der ISS entstand. Mit diesem Bild einer gemeinsamen Erde für alle Menschen und der Hoffnung, dass es gelingt, die vielen Probleme in den Griff zu bekommen, schloss die Veranstaltung .