Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
05.03.2019, 04:40 Uhr

Wann darf ich die Lichthupe benutzen?

Die Lichthupe wird auf deutschen Straßen oft verwendet, dabei ist sie in vielen Fällen verboten. Grundsätzlich gilt: Erlaubt ist die Lichthupe nur außerorts - zum Überholen oder als Gefahrenzeichen.

Wann darf ich die Lichthupe benutzen?

Wer auf der linken Spur überholen möchte darf zwar mit der Lichthupe auf sich aufmerksam machen. „Dauerfeuer“ und Drängeln sind aber verboten. Foto: Patrick Pleul

dpa/tmn München Jeder Autofahrer kennt das: Mit der Lichthupe an einer unübersichtlichen Kreuzung oder beim Einfädeln auf der Autobahn will man dem anderen signalisieren: „Ich lasse dich vor“.

Verboten ist dieser Gebrauch der Lichthupe trotzdem, informiert der ADAC. Das gilt auch für das Warnen Entgegenkommender vor einer Tempokontrolle auf diese Weise. Die Straßenverkehrsordnung (StVO) kennt nur zwei Situationen, in denen die Lichthupe erlaubt ist: Wenn Autofahrer sich oder andere gefährdet sehen oder sie außerhalb geschlossener Ortschaften überholen wollen.

Wer auf der Autobahn den Vordermann auf der linken Spur überholen will, kann demnach die Lichthupe nutzen, wenn dieser die Absicht trotz des links gesetzten Blinkers nicht bemerkt. „Dauerfeuer“ und Drängeln sind aber tabu. Das Lichtzeichen dürfen Überholwillige nur stoßweise und wenige Sekunden lang geben. Und sie müssen den erforderlichen Sicherheitsabstand einhalten, so der ADAC, der in diesem Zusammenhang an den halben Tachowert in Metern als Richtwert erinnert.

Wer dem Vordermann bis auf nur wenige Meter auf die Pelle rückt und über eine längere Strecke mit der Lichthupe zum Platzmachen zwingt, muss damit rechnen, das gegen ihn strafrechtlich ermittelt wird. Nicht nur Geldstrafen, sondern auch ein Fahrverbot oder Entzug der Fahrerlaubnis können folgen.