02.12.2020, 14:06 Uhr

VVV: „Stadtmarketing für Nordhorn gefordert wie nie zuvor“

Die Mitarbeiter des VVV Nordhorn sehen sich in der Corona-Pandemie im „Großeinsatz“. Foto: privat

Die Mitarbeiter des VVV Nordhorn sehen sich in der Corona-Pandemie im „Großeinsatz“. Foto: privat

Nordhorn „Corona und der damit verbundene Teil-Lockdown hat viele Veränderungen und einzuhaltende Regeln mit sich gebracht. Daher laufen bei uns aktuell die Drähte heiß. Unser Marketing für Nordhorn ist gefordert wie nie zuvor“, gibt VVV-Geschäftsführer Matthias Bönemann auf der jüngsten digitalen Mitgliederversammlung einen aktuellen Einblick in die Arbeit des Stadt- und Citymarketing. Er sagt: „Wir setzen alle Kräfte ein, um Werbung für Nordhorn zu machen und die von den Corona-Beschränkungen Betroffenen zu unterstützen.“

Bootsflotte auf Kurs

Bönemann zufolge hätte 2020 eigentlich für den VVV ein ganz besonders gutes Jahr werden sollen, in dem man die Ernte der Investitionen der letzten Jahre einfahren wollte. „Nach den sehr guten Passagierzahlen von 16.000 und 17.000 Bootstouristen der Vorjahre und der erfolgreichen Renovierung der gesamten VVV-Bootsflotte wäre dieses Jahr mit Sicherheit eines der erfolgreichsten für die Vermarktung der Wasserstadt Nordhorn geworden“, so der VVV-Geschäftsführer, „zumal das Wetter in diesem Jahr auch mitgespielt hat“. Doch coronabedingt kam alles anders. „Immerhin noch ein paar tausend Gäste konnte der VVV im Sommer rund um die Nordhorner Innenstadt befördern“, resümiert Bönemann und fügt hinzu: „Das Thema Wasser zieht die Menschen an. Die Nordhorner Innenstadt aus dieser Perspektive zu erleben, ist für viele Besucher ein einzigartiger Höhepunkt.“ Er ist überzeugt, die Innenstadt mit diesen Aktivitäten auch in Zukunft „zu einem besonderen Erlebnisort weiterentwickeln“ und sieht hier einen „wesentlichen Teil von Nordhorns Zukunftspotenzial“.

Steigende Übernachtungszahlen vor Corona-Krise

Einen Beleg für die Attraktivität Nordhorns sieht Bönemann in den amtlichen Übernachtungszahlen, die im vierten Jahr hintereinander erneut gestiegen seien. „Seit dem Frühjahr war der VVV Nordhorn aufgrund der Pandemie jedoch gezwungen, mitunter sehr situativ auf die Möglichkeiten einzugehen, welche die Corona-Verordnungen zuließen. Natürlich können wir nur das vermarkten, was aktuell zulässig ist. Wenn Hotels und Ferienwohnungen geschlossen sind, läuft zwar die allgemeine touristische Werbung weiter, konkrete Angebote und Pauschalen kann man in diesem Fall natürlich nicht vermarkten“, berichtet der VVV-Geschäftsführer. „Stattdessen mussten wir alle Plätze in der Tourist-Information personell besetzen, um die Fragenflut zu bewältigen und leider auch die große Menge von Rückabwicklungen der bereits getätigten Buchungen durchzuführen,“ führt Bönemann aus.

Solidarität mit Einzelhandel und Gastronomie

„Es war schnell klar, dass es die Innenstadtgeschäfte und Gastronomien in diesem Jahr besonders hart treffen wird. Wir haben deshalb unser Marketing voll auf die Unterstützung des stationären Einzelhandels und der lokalen Gastronomie eingestellt“, erläutert Bönemann. Trotz des harten Gegenwindes durch die Pandemie und die behördlichen Einschränkungen ist des dem VVV nach eigener Auskunft gelungen, im Rahmen des Erlaubten eine erfolgreiche Kampagne mit den „Nordhorner Erlebniswochen“ auf die Beine zu stellen. „Im Herbst konnten wir so erfolgreich Kunden in die Innenstadt locken“, freut sich Bönemann. „In der Vorweihnachtszeit müssen wir aber noch mal Vollgas geben. ,Nordhorn, hier schlägt mein Herz, hier kauf ich ein‘ ist die beste Wirtschaftsförderung. Unsere lokalen Einzelhändler und Gastronomiebetriebe zahlen hier ihre Steuern, bilden junge Menschen aus und schaffen viele Arbeitsplätze. Unsere Solidarität gilt daher unseren Nordhorner Betrieben. Wir haben es schließlich selbst in der Hand wie die Innenstädte in der Zukunft aussehen werden“, ist sich Bönemann sicher.

Das Einkaufserlebnis leidet unter den Corona-Maßnahmen. Foto: Huesemann

Das Einkaufserlebnis leidet unter den Corona-Maßnahmen. Foto: Huesemann

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