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11.08.2020, 14:58 Uhr

Vorfreude auf Anbau am Quendorfer Dorfgemeinschaftsraum

Schauten sich vor Ort um (von links): Hilde Mannebeck (Stiftungsvorstand), Hermann Steveker (Bauunternehmer), Gerd Willi Schreyer (Stiftungsvorstand), Martin Middelberg (Architekt), Achim Beckmann (Statiker), Dorothee Horst (Kuratoriumsvorsitzende), Hermann Rademaker (Bürgermeister Gemeinde Quendorf). Foto: privat

Schauten sich vor Ort um (von links): Hilde Mannebeck (Stiftungsvorstand), Hermann Steveker (Bauunternehmer), Gerd Willi Schreyer (Stiftungsvorstand), Martin Middelberg (Architekt), Achim Beckmann (Statiker), Dorothee Horst (Kuratoriumsvorsitzende), Hermann Rademaker (Bürgermeister Gemeinde Quendorf). Foto: privat

Quendorf Die Brinkmann-Kerkhoff-Stiftung „för us“ sieht sich als Ort der Begegnung. Um diesen Anspruch näher zu kommen, arbeitet die Stiftung an die Vergrößerung des vorhandenen Gemeinschaftraumes mit derzeit 38 Quadratmetern, heißt es in einer Pressemitteilung. Das größere Raumangebot soll für Dorfveranstaltungen verschiedener Art genutzt werden. Derzeit nutzt die Räumlichkeit der SSV-Quendorf, der Gemeinderat für Sitzungen und die Stiftung „för us“ für das Montagsklöncafe. Weitere Aktivitäten sind in Planung. Für ortsansässige Vereine und Gruppen soll hier eine Möglichkeit als Stätte der Begegnung vorgehalten werden.

„Klein aber fein“ soll der Anbau am vorhandenen Quendorfer Gemeinschaftraum werden. Seit 2017 beschäftigt sich die Stiftung „för us“ mit Bauplänen für die Erweiterung des Gemeinschaftsraumes. In der ehemaligen Dorfgaststätte Brinkmann-Kerkhoff traf sich die Dorfgemeinschaft einst zum Kegeln, Skatrunden und Klönen. Damit war im 2013 Schluss. „Ein engagierter Gaststättenbetreiber wurde nicht gefunden“, heißt es in dem Pressetext weiter.

Sinnvolle Umnutzung

Eine gute und sinnvolle Umnutzung konnte allerdings realisiert werden: In den umgebauten Gaststättenräumen ist seit 2014 eine Senioren-Tagespflege mit großzügigem Außenbereich am Dorfplatz. Diese wird von der politischen Gemeinde Quendorf vermietet. Der angrenzende, ehemalige Stallbereich entlang des Gaststättenparkplatzes wurde bereits 2002/2003 über den Dorferneuerungsplan des Landkreises für den Sportverein SSV-Quendorf umgebaut. 2011 ging dieser Bereich mit dem Erbe der Eheleute Brinkmann in eine Stiftung über. Daher der Name Brinkmann-Kerkhoff-Stiftung „för us“.

„In dem jetzigen Aufenthaltsraum stoßen wir bei einer Personenzahl von 25 schon an Grenzen“, so Hilde Mannebeck, Vorsitzende der Stiftung. „Unser Anspruch geht weiter, die Dörfer müssen sich weiterentwickeln, um lebens- und liebenswert zu bleiben. Wir sind eine wachsende Gemeinde mit jungen Familien, da müssen wir Erwartungen aller Generationen gerecht werden.“

Ein Anbau sei dringend notwendig, um dem Bedarf zu decken. „Jedes Dorf hat mittlerweile ein Dorfgemeinschaftshaus oder ein Landjugendheim beziehungsweise ein Feuerwehrhaus. Quendorf hatte als Treffpunkt eine Gaststätte und die ist nicht mehr“, bedauert Mannebeck.

40 Quadratmeter sollen an dem vorhandenen Raum angebaut werden, damit verdoppelt sich etwa die Raumgröße und ist dadurch vielfältiger nutzbar. Es soll ein Treffpunkt für alle Generationen geschaffen werden. Initiator und Bauherr dieser Baumaßnahme ist die Brinkmann-Kerkhoff-Stiftung „för us“.

Dorfgemeinschaft braucht Raum und Ort

2018 wurden die Pläne vom Architektenbüro Middelberg-Venhaus erarbeitet. Es sollte ein Anbau werden, der sich dem vorhandenem Gebäude- und dem Dorfbild anpasst. Die Kosten belaufen sich auf etwa 110.000 Euro. Finanzielle Unterstützung gibt es unter anderem vom Landkreis Grafschaft Bentheim und der Gemeinde Quendorf. Aus dem europäischen Leadertopf kommt der größte Betrag mit knapp 45.000 Euro. Ein stattlicher Betrag in Höhe von gut 6000 Euro ist aus einer Crowdfundingaktion an Spenden eingegangen. „Hier haben sich die Bürger der Gemeinde Quendorf, die Grafschafter Volksbank Nordhorn und weitere Gönner beteiligt und ihre große Zustimmung für den Anbau deutlich gemacht“, geht aus der Pressemitteilung hervor.

Einige Helfer aus der Gemeinde haben am Baustart mitgewirkt, um die Vorarbeiten zu leisten. „Ich freue mich über diese Bereitschaft in der Gemeinde“, sagt Gerd Willi Schreyer, 2. Vorsitzender der Stiftung. „Und es ist gut für unsere Finanzierung und obendrein stärkt es das „Wir-Gefühl“, ergänzt Hilde Mannebeck. Die Fertigstellung ist für Ende 2020 vorgesehen.

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