15.12.2021, 16:20 Uhr

Volksbank Niedergrafschaft unterstützt Projekt „Patronus“

Zur Übergabe der Spende trafen sich (von links) Maike Elbert, Koordinatorin des Projekts „Patronus“, Wilfried Scholten, Vorsitzender des Kinderschutzbundes Grafschaft Bentheim, sowie Berthold Scholte-Meyerink und Horst Lammers, Vorstände der Volksbank Niedergrafschaft. Foto: Volksbank Niedergrafschaft

Zur Übergabe der Spende trafen sich (von links) Maike Elbert, Koordinatorin des Projekts „Patronus“, Wilfried Scholten, Vorsitzender des Kinderschutzbundes Grafschaft Bentheim, sowie Berthold Scholte-Meyerink und Horst Lammers, Vorstände der Volksbank Niedergrafschaft. Foto: Volksbank Niedergrafschaft

Uelsen Über eine Spende der Volksbank Niedergrafschaft in Höhe von 3500 Euro kann sich der Kreisverband Grafschaft Bentheim des Deutschen Kinderschutzbundes freuen. Zugutekommen soll das Geld „Patronus“ – ein Projekt für Kinder, deren Eltern psychisch erkrankt sind oder an einer Sucht leiden. Seit vielen Jahren verzichtet die Genossenschaftsbank mit Sitz in Uelsen zu Weihnachten auf Präsente für Geschäftspartner, Mitarbeiter und Aufsichtsrat und spendet stattdessen die entsprechende Summe für karitative Zwecke. „Mit unserer Weihnachtsspende unterstützen wir benachteiligte Kinder und möchten gleichzeitig auf ein wichtiges Thema aufmerksam machen“, betonte Bankvorstand Berthold Scholte-Meyerink bei der Spendenübergabe.

„Patronus“: Schutz benachteiligter Kinder

Seit 2019 gibt es das Projekt „Patronus“, das sich an Kinder und Jugendliche richtet, die mit mindestens einem psychisch- oder suchterkrankten Elternteil aufwachsen. Während es für psychisch kranke Menschen verschiedene Hilfsangebote gibt, fehlen diese oft für deren Kinder. Nach Einschätzung von Experten stellen Kinder eine besondere Risikogruppe dar, da die kindliche Entwicklung durch die Erkrankung ihrer Eltern negativ beeinflusst werden kann. Etwa jedes vierte Kind ist von der Erkrankung eines Elternteils betroffen – Tendenz steigend. Eine Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass über 60 Prozent der betroffenen Kinder später selbst psychische Störungen entwickeln. Mit dem Projekt „Patronus“ will der Grafschafter Kinderschutzbund gegensteuern. „Kinder betroffener Eltern im Alter von acht bis 13 Jahren werden momentan in einer geschlossenen Gruppe einmal wöchentlich betreut“, erklärte Projektkoordinatorin Maike Elbert.

Elbert zufolge betreffe eine psychische- oder Suchterkrankung nicht nur den Einzelnen, sondern immer die ganze Familie. Durch Aufklärung über die verschiedenen Krankheitsbilder werde den Kindern Wissen vermittelt, das sie befähigen könne, das Verhalten der Eltern zum Teil aus anderen Perspektiven zu betrachten. Die Gruppenarbeit im geschützten Rahmen solle die Kinder stärken, sodass sie eventuell zu einem späteren Zeitpunkt aufkommende Signale besser deuten und früher handeln können. „Bei uns dürfen und sollen die Kinder ihren Gefühlen freien Lauf lassen. Sie können ganz offen mit den anderen über ihre Sorgen und Ängste sprechen und Antworten auf ihre Fragen bekommen“, sagt Elbert. Im Februar sollen zwei neue Gruppen starten, eine für Kinder von acht bis 13 Jahren, die andere Gruppe für Jugendliche ab 14 Jahren. Maike Elbert steht für weitere Informationen unter Telefon 05921 76000 oder per E-Mail an maike.elbert@ewe.net gern zur Verfügung.