08.04.2021, 15:31 Uhr

Virtuelle Partnerschaft der KBS mit Schule in Frankreich

Internationale Begegnung am Bildschirm zwischen den Kaufmännischen Berufsbildenden Schulen und einer Schule in Frankreich. Foto: GBS

Internationale Begegnung am Bildschirm zwischen den Kaufmännischen Berufsbildenden Schulen und einer Schule in Frankreich. Foto: GBS

Nordhorn In Zeiten der Corona-Pandemie sind Auslandsreisen und persönliche Begegnungen kaum oder nur unter sehr erschwerten Bedingungen möglich. Um ihre Partnerschaft mit der Schule in La Roche-sur-Yon (Frankreich) trotz der momentanen Situation aufrechtzuerhalten und den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit eines internationalen Austausches zu bieten, greifen die Kaufmännischen Berufsbildenden Schulen (KBS) in Nordhorn auf virtuelle Alternativen zurück.

Mithilfe der EU-Plattform eTwinning wurde zu Beginn des Jahres unter der Leitung der Lehrkräfte Irina Lipovik und Heinz-Georg Beckmann ein Online-Projekt zum deutsch-französischen Austausch gestartet. Neben den zwei Lehrkräften sind insgesamt 18 Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule Wirtschaft sowie 33 Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrkräfte der französischen Partnerschule am Projekt beteiligt.

Die wesentlichen Ziele des Projektes sind das Kennenlernen des jeweils anderen Landes, dessen Kultur, Lebens- und Denkweisen sowie die Stärkung der deutsch-französischen Verbindung. Da die Kommunikation innerhalb der Gruppe größtenteils auf Englisch verläuft, wird zudem die fremdsprachliche Kompetenz der Schüler gefördert. Die Inhalte des Projektes beschränken sich dabei auf die kulturellen Unterschiede in Bezug auf den Schulalltag, die Freizeitaktivitäten, die Essgewohnheiten und den persönlichen Umgang mit der Pandemie. Aber auch die Themen Umweltbildung und soziale Inklusion werden zu einem späteren Zeitpunkt aufgegriffen.

In den vergangenen Monaten bereiteten sich die Schüler der KBS mit viel Engagement und Motivation auf das erste virtuelle Treffen mit ihren Austauschschülern vor. Da es für viele das erste Treffen dieser Art war, waren sie zunächst etwas aufgeregt, freuten sich dennoch darauf, die französischen Schüler nach langer Vorbereitung endlich kennenzulernen.

Mitte März war es dann so weit: Am Vormittag startete die geplante Videokonferenz. Nach einer kurzen Vorstellung der Lehrkräfte und Beschreibung des Ablaufs wurden die Schüler in gemischte Kleingruppen eingeteilt. Innerhalb der Gruppe hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich über ihre persönlichen Interessen, Hobbys und erste Kenntnisse über die jeweils andere Kultur auszutauschen und sich gegenseitig Fragen zu stellen. In einer zweiten Runde wurden die Gruppen nochmals durchgemischt, sodass die Schüler möglichst viele ihrer Austauschpartner kennenlernen konnten. Trotz kleiner sprachlicher Barrieren verlief die Kommunikation problemlos und die Hemmungen wurden schnell abgebaut. Zum Ende hin verabschiedeten sich die Schüler herzlich voneinander. Einige Teilnehmer tauschten bereits Kontaktdaten aus und wollen auch außerhalb der schulischen Arbeitstreffen miteinander kommunizieren.

In den nächsten Wochen erfolgen die Vorbereitungen für das nächste Treffen, welches für Ende April geplant ist. Hierbei möchten die Schüler ihren Austauschpartnern mithilfe eines kleinen Videos die eigene Schule und deren Besonderheiten vorstellen. Voller Vorfreude blicken die Schüler beider Schulen auf das nächste virtuelle Treffen und sind froh, dass sie trotz der momentanen Einschränkungen die Möglichkeit erhalten, internationale Kontakte zu knüpfen.

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