14.10.2021, 16:25 Uhr

Vier Schülerinnen des Burggymnasiums gewinnen Umweltausflug

Sie haben mit Erfolg am Umwelt-Make@thon zum Thema Plastikvermüllung teilgenommen: Sarah Maria Feith, Mona Hesping, Lilith Hüsemann und Antonia Weiß. Foto: Ritterfeld

Sie haben mit Erfolg am Umwelt-Make@thon zum Thema Plastikvermüllung teilgenommen: Sarah Maria Feith, Mona Hesping, Lilith Hüsemann und Antonia Weiß. Foto: Ritterfeld

Bad Bentheim Anfang Juli organisierten die Universität Osnabrück und der Rotary Distrikt 1850 das Umwelt-Make@thon zum Thema Plastikvermüllung. An dem bundesweiten online Wettbewerb haben fast 200 Schüler teilgenommen. Ein Team des Burggymnasiums Bad Bentheim erzielte den 3. Platz und besuchte das Metabolon, ein Lern- und Forschungsort für die Abfallindustrie in Lindlar.

Nachdem bereits im vergangenen Jahr mit dem Veranstaltungskonzept Make@thon in einer Kooperation der Universität Osnabrück und der Fachhochschule Südwestfalen Probleme der Corona-Krise gelöst werden konnten, widmete sich die neueste Auflage den Problemen der Plastikmüll- und Mikroplastikproblematik. Vom 2. bis 11. Juli entwickelten Schülerinnen und Schüler deutschlandweit kreative Kampagnen, um in ihren regionalen Heimatorten auf das Problem aufmerksam zu machen und Lösungsvorschläge zu bereiten. Alle 37 eingereichten Kampagnen wurden von einer fachkundigen Jury begutachtet und mit hochkarätigen Preisen dotiert. Der Wettbewerb wurde in Kooperation mit dem GDCh-Lehrerfortbildungszentrum Chemie NordWest, dem Rotary-Distrikt 1850 und der Initiative „EndPlasticSoup“ veranstaltet.

Begleitend zum Wettbewerb gab es eine Vortragsreihe zum Thema Umweltschutz mit Schwerpunkt auf der Plastikmüllthematik. Mit dabei waren unter anderem der Extremschwimmer André Wiersig, die Meereisphysiker Dr. Stefanie Arndt vom Alfred Wegener-Institut (AWI) oder Monika-Lichtinghagen-Wirths vom Bergischen Abfallwirtschaftsverband, der den 3. Preis zur Verfügung stellte. Das Team des Burggymnasiums Bad Bentheims erstellte im Rahmen des Make@thons einen weitreichenden Instagram-Account und schaffte durch verschiedene Aktionen Aufmerksamkeit. So sammelte das Team Müll und trat in Kontakt mit Experten, um hiermit Material für den Account zu kreieren. Es entstanden auf dem Kanal @um_welt_zu_schuetzen Videos, die sich um Upcycling oder das Müllsammeln drehten, auf die mehrere 100 Bürger stießen, die wiederum den Kanal abonnierten und positives Feedback hinterließen. Auf diesem Weg sollen viele Menschen erreicht und auf das Plastikmüllproblem aufmerksam gemacht werden.

Die Jury war von der Arbeit der vier jungen Frauen, die in Bad Bentheim in der Umwelt-AG aktiv sind, schnell überzeugt. Die Kampagne wurde nicht nur kreiert, sondern zum Teil bereits umgesetzt und mit Behörden und anderen Beteiligten besprochen. Auf diese Weise kann die Aufklärungskampagne weiter ausgebaut werden.

Am vergangenen Montag war es dann endlich so weit. Der Besuch des :Metabolon in Lindlar konnte unter Coronabedingungen stattfinden. Ziel des Projektes: Metabolon ist die Neuausrichtung des Entsorgungszentrums Leppe zu einem Kompetenz-, Lern- und Innovationsort für Stoffumwandlung und standortbezogene Umwelttechnologie und -techniken. In dieser Form ist es ein einzigartiges Projekt in Europa und daher für die Gewinnergruppe ein interessanter Ansatz für die Weiterentwicklung ihrer Sieger-App. Der Zukunftsstandort :Metabolon integriert vorhandene Kompetenzen, entwickelt diese weiter und setzt diese neu in Szene. Die Gewinnergruppe wurde von einem kompetenten Mitarbeiter über das weitläufige Gelände geführt, durfte in Labore blicken und sich auch den Bearbeitungsprozess der Bioabfälle anschauen. Die Anlage im Bergischen Land lässt nicht vermuten, dass einer der höchsten Berge der Region aus reinen Abfällen besteht. Nach einem anstrengenden Aufstieg der 365 Stufen hatten die vier Grafschafterinnen einen wunderschönen Ausblick.

Sarah Maria Feith, Mona Hesping, Lilith Hüsemann und Antonia Weiß besuchen alle die 10. Klasse des Burggymnasiums, das seine Schüler motiviert, an außerschulischen Wettbewerben teilzunehmen. Sie wurden über die Schulleitung auf den Make@thon aufmerksam gemacht und freuen sich, dass ihr Beitrag von der Fachjury so positiv beurteilt wurde. Der Bentheimer Beitrag und die anderen Gewinnervideos (2. Preis Haren/Meppen, 1. Preis Steinfurt) sind auf https://www.chemie.uni-osnabrueck.de/forschung/didaktik/makethon/umwelt_makethon.html aufrufbar.

Die Veranstalter des Make@thons wollten mit diesem Wettbewerb zu mehr Bewusstsein für die Plastikproblematik beitragen. Sie sind davon überzeugt, dass einige der entwickelten Kampagnen dazu führen können, eine breitere Gruppe zu sensibilisieren.

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