27.07.2021, 14:40 Uhr

Viele Jungtiere locken Besucher in den Familienzoo

Der Nachwuchs bei den Präriehunden, Fuchsmangusten (Foto) und den Faultieren guckt sich schon mal ein bisschen um. Foto: Jörg Everding

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Der Nachwuchs bei den Präriehunden, Fuchsmangusten (Foto) und den Faultieren guckt sich schon mal ein bisschen um. Foto: Jörg Everding

Nordhorn Im Frühjahr um Ostern herum ist der traditionelle Start der Jungtierzeit im Tierpark. Dann kommen bei etlichen Vogelarten und zahlreichen Schaf- und Ziegenarten die Küken und Lämmer zur Welt.

Bei einigen Tierarten jedoch kann man vor allen Dingen im Sommer den quirligen Nachwuchs beim Spielen auf den Außenanlagen beobachten, andere haben gar keine richtige Saison für Geburten. Frühestens Ende Mai sieht man bei den Schwarzschwanz-Präriehunden am Zooeingang die ersten kleinen Nasen aus den Höhlen schauen. Im Winter werden die Erdhörnchen nackt und blind in den Bauten unter der Erde zur Welt gebracht. Erst viele Wochen später trauen sie sich dann zum 1. Mal an die frische Luft. Weit mehr als 20 kleine Präriehunde wurden in diesem Jahr in dem für Besucher zugänglichen Gehege gezählt. Dass sie ziemlich neugierig sind, beweisen sie, wenn man mit am Eingang erhältlichem Tierfutter in die Anlage geht und es auf der ausgestreckten Hand anbietet. Wenn der Appetit auf die schmackhaften Heupellets groß ist, holen sich die Präriehunde die Leckerbissen direkt von der Hand der geduldigen Zoobesucher.

Bei den Fuchsmangusten ist das Futter allerdings weniger beliebt. Die Mitbewohner der fuchsähnlich aussehenden Mangusten, die Erdmännchen, werden häufig mit den Präriehunden verwechselt und bekommen die Heupellets daher zugeworfen. Dass das nicht so gut ankommt wird schnell klar, wenn man weiß, dass die Mangusten zu den Raubtieren gehören. Es sind also vorwiegend Fleischfresser, die Heu daher nicht wirklich zu schätzen wissen. Von Mitte Juni sind die drei kleinen Fuchsmangusten, die seit einigen Tagen vermehrt mit den Alttieren in der Außenanlage zu beobachten sind.

Dass sich die Zweifinger-Faultiere in unserem Familienzoo richtig wohl fühlen, zeigt die Regelmäßigkeit, mit der die beiden Weibchen „Gypsy“ und „Wutz“ für Nachwuchs sorgen. „Bei den Faultieren können wir absolut keine Saison für die Geburten ausmachen“, so Revierleiterin Gwen Bron. „Wir bemerken, dass etwa 13 bis 16 Monate nach einer Geburt das nächste Jungtier auf die Welt kommt“, so Bron weiter und ergänzt schmunzelnd: „Die Paarung zwischen unserem Faultiermännchen „Sid“ und einem der Weibchen konnten wir noch nie beobachten. Das passiert immer nachts.“ Also ist es weiterhin jedes Mal eine kleine Überraschung, wenn morgens auf dem Bauch eines der Weibchen ein kleines Fellknäuel zu entdecken ist. Das aktuelle Jungtier brachte „Wutz“ am Mittwoch, 21. Juli, auf die Welt.

Der Tierpark ist jeden Tag von 9 bis 19 Uhr für seine Besucher geöffnet. Es besteht keine Reservierungspflicht und keine Testpflicht. Lediglich in den Gebäuden sollte eine Mund-Nasenbedeckung getragen werden. Weitere Hinweise zu den aktuell gültigen Richtlinien finden Interessierte auf www.tierpark-nordhorn.de.