22.12.2021, 09:31 Uhr

Verantwortliche des Klosters gehen motiviert ins Jahr 2022

An einem Zukunftsprozess für das geschichtsträchtige Gebäude wird gearbeitet. Foto: Kloster Frenswegen

An einem Zukunftsprozess für das geschichtsträchtige Gebäude wird gearbeitet. Foto: Kloster Frenswegen

Nordhorn Drei Arbeitsgruppen aus Stiftungsgremien und allen Konfessionen arbeiten inzwischen seit einem Jahr an der Zukunftsfähigkeit des Klosters Frenswegen.

Sie beschäftigen sich mit Fragen der inhaltlichen Ausrichtung, der finanziellen und rechtlichen Konstruktion sowie damit, ob eventuell eine Kommunität (spirituelle Weggemeinschaft) im Kloster Heimat finden könnte. Nun trugen kurz vor Weihnachten die Verantwortlichen aus den Arbeitsgruppen die Ergebnisse im Kloster zusammen, um die nächsten Schritte zu planen. In einer ersten Runde wurden Zwischenstände berichtet, wie sich Wirtschafts- und Eigenprogrammbereich zusammensetzen. „Es ließ sich festhalten, dass der Gästebereich sich selbst tragen könne, Zuschüsse im Programmbereich und in der denkmalschützerischen Pflege aber notwendig sind, um das Gesamtkonzept Kloster Frenswegen auch in Zukunft für die Grafschaft zu erhalten“, berichtet Ulrich Hirndorf, einer der Studienleiter des Klosters.

Die Arbeitsgruppe Wirtschaft und Struktur schlug vor, über eine Steuerung der programmatischen Arbeit durch Stiftungsgremien auch Einfluss auf die wirtschaftliche Struktur des Eigenprogramms zu nehmen. Dazu wird grundlegend eine Abstimmung zwischen den beteiligten Kirchen über eine inhaltliche Grundausrichtung empfohlen. Die AG zum Thema Programm stellte eine große Bandbreite der Angebote über die Jahrzehnte fest und forderte eine klarere Profilierung bestimmter Bereiche. Zahlreiche Ideen seien in die Arbeitsgruppe eingetragen worden. Besonders im Bereich der Bildungsarbeit. Die Präses und Vorsitzende der Stiftung Kloster Frenswegen, Heidrun Oltmanns, zeigte sich erfreut über die aufgezeigten positiven Zwischenergebnisse: „Die Arbeitsgruppen haben in den letzten Monaten intensiv gearbeitet. Dafür danke ich allen Beteiligten.“

Die Arbeitsgruppe, die sich mit der besonderen Vielfalt der Spiritualität in der Grafschaft und am Kloster Frenswegen beschäftigt hatte, empfiehlt in ihrem Zwischenbericht ein Weiterdenken in Richtung der Bildung einer geistlichen Weggemeinschaft oder eines Konvents für Frenswegen aus der Grafschaft heraus. Ökumenische Spiritualität sollte im Kloster ausgebaut und für Gäste und Grafschafter spürbar und erlebbar sein. Wie Ulrich Hirndorf erläuterte, erwartet die AG Kommunität beim nächsten großen Rückenwindtreffen ein deutliches Signal von den Kirchenleitungen, ob hier weitergeplant werden kann: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, viele Optionen beraten und letztlich einen Grafschafter Weg empfohlen. Es dürfte einmalig in der Klostergeschichte hier sein, dass die in dieser AG vertretenen vier Konfessionen sich nicht nur eine geistliche Weggemeinschaft vorstellen können, sondern sie als ökumenisch zukunftsweisend für das Kloster empfehlen.“

Die Ergebnisse aller Arbeitsgemeinschaften werden im Januar den Kirchenleitungen und Stiftungsmitgliedern im sogenannten „Rückenwindtreffen“ vorgestellt. Sie müssen entscheiden, welche Wege die Stiftung gehen soll, um zukunftsfähig zu sein. Die Stiftungsvorsitzende sieht in den jetzigen Zwischenergebnissen trotz der coronabedingt eingeschränkten Stiftungsarbeit in den letzten zwei Jahren einen Silberstreif am Horizont: „Corona hat dem Kloster viel abverlangt und tut es bis heute. Aber es hat auch dazu geführt, dass wir noch einmal ganz neu darüber nachdenken, wofür die Stiftung Kloster Frenswegen in der Zukunft stehen will. Ich bin überzeugt, dass wir so unser Kloster zukunftsfähig machen können. Wir sind schon einen großen Schritt vorangekommen.“