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25.06.2019, 12:00 Uhr

Vechtetallauf vor dem endgültigen Aus

Die für den 28. September angesetzte nächste Auflage des Vechtetallaufes wird nicht stattfinden. Es ist aktuell auch nicht geplant, in 2020 dieses Event wieder auszurichten.

Vechtetallauf vor dem endgültigen Aus

Ein Bild, das nun Historie ist: Die Organisatoren des Vechtetallaufes haben den Termin in diesem und auch für das nächste Jahr abgesagt. Foto: privat

Mit großem Bedauern hat das fünfköpfige Orgateam, bestehend aus den Henk Meppelink, Rene Marissen (Grambergen) und Harald Pohlmann, Michael Dykhues und Arend Brink (SC Union Emlichheim) diese Entscheidung treffen müssen. Ursache für diese Wendung der Dinge sind einschneidende Änderungen der Rahmenbedingungen für Veranstaltungen dieser Art in den Niederlanden. „Die haftungsrechtlichen Hintergründe habe sich derart verschärft, das unsere Lauffreunde aus Gramsbergen verständlicherweise das Risiko nicht mehr selbst tragen wollen“, so berichtet Arend Brink vom SC Union Emlichheim. Leider hat sich auf holländischer Seite auch kein Verein oder Stiftung gefunden, die das Event übernimmt. Hinzu kommt auch noch, das die Ansprüche an die Streckenabsicherung, Vorgaben für WCs, ärztliche Versorgung und weitere Punkte das Budget so in die Höhe treiben würden, das eine Finanzierung nicht mehr sichergestellt werden könnte. Arend Brink: „die relativ aufwändige Versorgung an der Strecke sowie der Bustransfer für alle Teilnehmer wurde zum großen Teil aus den Startgeldern finanziert. Und mit der Kreissparkasse Grafschaft Bentheim zu Nordhorn hatten wir noch einen starken Partner im Rücken.“ Mit großer Wehmut blicken die Organisatoren auf die vergangenen sechs Läufe zurück. Der Vechtetallauf hatte mit seiner grenzüberschreitenden Streckenführung durch das frühherbstliche Vechtetal und die „besondere“ Verpflegung an der Strecke, verbunden mit dem regenerativen Charakter des Laufes ohne Zeitmessung, eine absolute Alleinstellung, die von den begeisterten Teilnehmern zahlreich kundgetan wurde. Die Möglichkeit, als Zweierteam mit einem Fahrrad die 21 Kilometer zurückzulegen, bot auch die Möglichkeit für Laufeinsteiger, sich an diese lange Distanz zu wagen. „Wir können nur hoffen, das sich diese überbordende Regulierungswut sich nicht auch in Deutschland immer mehr fortsetzt“, führt Brink abschließend aus. Dann würden viele kleine Veranstaltungen, hautsächlich durch das Ehrenamt getragen, von der Bildfläche verschwinden. In Gramsbergen sind neben dem Internationalen Vechtetallauf noch weitere Events betroffen. Ein paar Laufveranstaltungen, die von großen Vereinigungen getragen werden, finden weiter statt. Das Orgateam des Vechtetallaufes bedankt sich abschließend bei den vielen Teilnehmern, Helfern und Unterstützern für die langjährige Treue.