26.01.2021, 16:24 Uhr

Unterstützung für Beschäftigte im Gesundheitswesen

Corona kann als Berufskrankheit anerkannt werden. Foto: BGBAU

Corona kann als Berufskrankheit anerkannt werden. Foto: BGBAU

Nordhorn Wie der Sozialverband Deutschland mitteilt, könne Corona von der gesetzlichen Unfallversicherung jetzt als Berufskrankheit anerkannt werden. „Wenn die Voraussetzungen einer Anerkennung erfüllt werden, trägt sie die Kosten für die Rehabilitation und zahlt Rente im Falle dauerhafter Schädigungen durch eine COVID-19-Erkrankung sowie Hinterbliebenenrente im Todesfall – das gilt auch für ehrenamtlich Tätige in dem Bereich“, heißt es in einem Schreiben des Verbandes. Bei Fragen hilft Sozialberaterin Katrin Gemen aus dem Beratungszentrum des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) in Nordhorn weiter.

Eine COVID-19-Erkrankung als Berufskrankheit anerkennen lassen: Das betrifft insbesondere Menschen, die in ambulanten medizinischen und stationären Einrichtungen oder Laboratorien arbeiten. „Im Wesentlichen müssen drei Bedingungen erfüllt sein: Der berufliche Kontakt zu einem Corona-Infizierten, das Auftreten von Symptomen, wie zum Beispiel Husten oder Verlust des Geschmackssinns, sowie ein Corona-positiver PCR-Test“, erläutert Katrin Gemen aus dem SoVD-Beratungszentrum in Nordhorn.

Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion und damit auf eine Berufskrankheit sollten in Gesundheitsberufen Beschäftigte den behandelnden Arzt darauf hinweisen. Ärzte und auch Arbeitgeber seien verpflichtet, einen solchen Verdacht der gesetzlichen Unfallversicherung zu melden. Die gesetzliche Unfallversicherung trage im Falle einer anerkannten Berufskrankheit die Kosten der Behandlung sowie die der Rehabilitation. „Sollte durch die Infektion eine Minderung der Erwerbsfähigkeit auftreten, zahlt die Unfallversicherung auch die Rente. Stirbt ein Infizierter, kann Hinterbliebenenrente gezahlt werden“, so Gemen.

Ratsuchende können sich telefonisch unter 05921 89305 oder per E-Mail an info.nordhorn@sovd-nds.de oder direkt an den SoVD in Nordhorn wenden.

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