Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
24.06.2019, 10:30 Uhr

TVN-Turnerinnen holen beim Landesfinale Top-Ten-Platzierung

Starke Landesmeisterschaften der TVN Turnerinnen in Burgdorf: Das Quintett Hannah Schmidt, Franka Kerkhoff, Kimberly Jankowski, Jana Dümmer und Diana Sargin turnt beim Landesfinale in Burgdorf den Mehrkampf im Niedersachsen-Cup.

TVN-Turnerinnen holen beim Landesfinale Top-Ten-Platzierung

Die fünf Nordhorner Turnerinnen überzeugen beim Landesfinale im Geräteturnen. Foto: privat

Beim Landesfinale in Burgdorf fand für 151 Turnerinnen der Höhepunkt des Wettkampfjahres statt. Nur die Besten aus Niedersachsen hatten sich für den Start qualifiziert und kämpften um die begehrten Podestplätze. Die hohe Leistungsdichte sorgte für spannende Wettkampfverläufe und viele knappe Entscheidungen. Der Turnverein Nordhorn war mit fünf Turnerinnen vertreten und holte vier Platzierungen unter den Top 10. Hannah Schmidt wird Vierte. „Eine klasse Ausbeute. Wir sind sehr zufrieden mit den Leistungen unserer Turnerinnen“, resümierte Abteilungsleiterin Martina Slagelambers.

Im Feld der 23 Starterinnen präsentierte sich Hannah Schmidt konzentriert und sicherte sich mit 49,65 Punkten den sechsten Platz. Nach einem Gleichgewichtsverlust auf dem nur zehn Centimeter schmalen Balken, verpasst die 14-Jährige nur knapp einen Podestplatz. Es trennten sie nur drei Zehntel von der Bronzemedaille. Gold ging an Lilly Schluroff des SV Kirchweyhe.

Der Wettkampf begann für Hannah gut am Stufenbarren. Dieses Gerät gehörte in der Vergangenheit zu ihrer schwächsten Disziplin im Vierkampf. Der Aufwand des intensiven Trainings zahlte sich aus und ihr gelang ein starker Auftakt mit der sechstbesten Wertung in ihrer Altersklasse (12,15 Pkt.). An ihrem Paradegerät Boden bestach sie mit hohem Schwierigkeitswert und einer sehr sauberen Ausführung und wurde von den Kampfrichtern mit der vierthöchsten Wertung belohnt (13,30 Pkt.). Am Sprung zeigte Hannah einen soliden Handstützüberschlag über den 1,20 Meter hohen Sprungtisch. Am Schwebebalken ging es noch einmal um alles. Ein Absteiger vom Gerät kann eine Turnerin um mehrere Plätze zurückwerfen. Die Nordhornerin startete ihre Kürübung zunächst fehlerfrei. In der letzten Bahn verlor sie allerdings das Gleichgewicht und konnte nur mit großer Mühe einen Sturz verhindern. Nach diesem Wackler erfolgte ein Abzug von 0,5 Punkten in der Ausführungsnote durch das Kampfgericht. Dieser Abzug kostet Schmidt in der Endabrechnung die Bronzemedaille.

Franka Kerkhoff startete in der gleichen Wettkampfklasse bei den 14- bis 17-jährigen und belegte einen guten Platz 10. Die Turnerin aus Schüttorf brillierte vor allem am Sprung mit einem dynamischen Handstützüberschlag mit jeweils einer halben Schraube in der ersten und zweiten Flugphase (12,20 Pkt.). Mit einem hohen Schwierigkeitswert und einer ausdrucksstarken Choreografie knackte Kerkhoff am Boden die 13-Punkte-Marke und wurde mit der viertbesten Wertung (13,30 Pkt.) in ihrer Wettkampfklasse belohnt.

Kimberly Jankowski (Jg. 2002) ging zum ersten Mal in der anspruchsvollen Kür LK2 an den Start und schaffte mit 48,56 Punkten einen sehr guten achten Platz in einem Teilnehmerfeld von 19 Turnerinnen. Am Stufenbarren gelang das neue Flugelement an den oberen Holm souverän. Den Yamashita am Sprung absolvierte die Schülerin routiniert und am Boden brillierte sie wie immer mit toller Ausstrahlung. Die neue akrobatische Verbindung am Schwebebalken gelang allerdings nicht optimal und kostete wertvolle Punkte.

Für die jungen Talente Jana Dümmer und Diana Sargin (beide Jg. 2006) war es die zweite Teilnahme an den Landesmeisterschaften. Beiden gelang eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Dümmer sicherte sich nach einem nahezu fehlerfreien Wettkampf Platz 9 und Sargin belegte Platz 16. Sie gingen in einem Teilnehmerfeld von 23 Turnerinnen bei den 11- bis 13-Jährigen in der Leistungsklasse 3 an den Start.

Sargin turnte am Schwebebalken einen sehr sicheren Bogengang rückwärts. Dieses schwierige akrobatische Element gehört erst in der höheren Leistungsklasse 2 zu den geforderten Kompositionsanforderungen. Gespickt mit schwierigen Elementen, die man ebenfalls nur bei den älteren Turnerinnen sieht, erreichte Dümmer mit 15,30 einen der höchsten Ausgangswerte und mit 12,950 Punkten gelang ihr eine klasse Endnote. Am Balken glänzte sie mit einer sehr sauber geturnten Kür und wurde mit der viertbesten Wertung (12,00 Pkt.) in ihrer Altersklasse belohnt.