26.01.2020, 09:00 Uhr

Treffen der Selbsthilfegruppe Polyneuropathie

Das erstmalige Treffen der Selbsthilfegruppe Polyneuropathie erfolgt am 11. März, 12 Uhr, in der Euregio-Klinik in Nordhorn.

Sorgen für die Neugründung der Selbsthilfegruppe Polyneuropathie: PD Dr. Stefan Probst, Chefarzt der Neurologie in der Euregio-Klinik; Dr. Annegret Hölscher, Gesundheitsförderung Landkreis Grafschaft Bentheim; Albert Handelmann, Bundesverband Polyneuropathie e.V.; Mathias Hennig, Neurologe der nervenärztlichen Praxis Hennig / Piatkowski. Foto: Landkreis

Sorgen für die Neugründung der Selbsthilfegruppe Polyneuropathie: PD Dr. Stefan Probst, Chefarzt der Neurologie in der Euregio-Klinik; Dr. Annegret Hölscher, Gesundheitsförderung Landkreis Grafschaft Bentheim; Albert Handelmann, Bundesverband Polyneuropathie e.V.; Mathias Hennig, Neurologe der nervenärztlichen Praxis Hennig / Piatkowski. Foto: Landkreis

Schmerz, Kribbeln, Taubheit, motorische Störungen bis hin zum Muskelversagen sind Symptome der Polyneuropathie, einer Schädigung des peripheren Nervensystems. Schätzungsweise fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden an den Nervenschmerzen. Patienten aus der Grafschaft erhalten in Zukunft Unterstützung durch eine Selbsthilfegruppe bei der Bewältigung ihrer Krankheit. Die Gruppe trifft sich erstmalig am 11. März in der Euregio-Klinik.

Die Selbsthilfegruppe wurde aufgrund der enormen Resonanz auf eine Informationsveranstaltung zu der Erkrankung gegründet. Rund 120 Besucher folgten Ende 2019 der Einladung der Deutschen Polyneuropathie Selbsthilfe in die Euregio-Klinik. Die Besucher erhielten jede Menge Informationen zur Krankheit und ihrer Behandlung sowie zu Unterstützungsangeboten im Rahmen der Selbsthilfe.

So stellte Mathias Hennig, Neurologe der nervenärztlichen Praxis Hennig / Piatkowski zunächst das „Klinische Bild der Polyneuropathien“ vor. Anhand von Schaubildern erläuterte er eindrucksvoll die Entstehung und Behandlung von neuropathischen Schmerzen. PD Dr. Stefan Probst, Chefarzt der Neurologie in der Euregio-Klinik, erklärte anschließend die sehr umfassenden Diagnosemöglichkeiten der Polyneuropathien.

Albert Handelmann von der Deutschen Polyneuropathie Selbsthilfe e.V. referierte über die Aufgaben und Möglichkeiten der Selbsthilfe. Entscheidend sei hier der Erfahrungsaustausch betroffener Patienten untereinander in Gruppengesprächen. Hier gebe es auch Tipps im Umgang mit der Erkrankung. Schon während der Veranstaltung war klar, wie sehr auch Grafschafter Patienten von dem Angebot einer Selbsthilfegruppe vor Ort profitieren könnten.

Unterstützt wurden die Patienten durch das Büro für Selbsthilfe und Gesundheit des Landkreises. Dr. Annegret Hölscher freute sich über das große Interesse an der Gründung einer Gruppe: „Es gab genügend Patienten, die mitmachen wollten. Deshalb habe wir uns schnell entschieden, die Gruppe ins Leben zu rufen.“ Das erste Treffen für Polyneuropathie-Patienten findet am 11. März um 17 Uhr im Konferenzraum (Labor) in der Euregio-Klinik statt. Geplant sind regelmäßige Treffen an jedem 2. Dienstag im Monat von 17 Uhr bis 18.30 Uhr in der Bibliothek der Euregio-Klinik. Weitere Informationen: Dr. Annegret Hölscher, Telefon 05921-961867, annegret.hoelscher@grafschaft.de.