24.04.2020, 10:10 Uhr

Totholzhecke statt Osterfeuer

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hat eine Idee, was mit Schnittgut, das für das ausgefallene Osterfeuer gesammelt wurde, gemacht werden kann. Daraus sollen Totholzhecken als Schutzraum für Tiere entstehen.

Die Totholzhecke bietet Schutz für mehrere Tierarten. Foto: BUND

Die Totholzhecke bietet Schutz für mehrere Tierarten. Foto: BUND

Schüttorf Das Osterfeuer als beliebter Brauch musste in diesem Jahr ausfallen. Eine Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr, wie der niedersächsische Umweltminister es vorschlägt, sieht die Kreisgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) jedoch kritisch. Ersatzfeuer sollten auf keinen Fall während der Brut- und Setzzeit stattfinden. Im Sommer kommt die Waldbrandgefahr hinzu. Der BUND plädiert daher dafür, in diesem Jahr auf die Feuer gänzlich zu verzichten. Wohin mit dem ganzen Schnittgut? Die Kreisgruppe schlägt die Errichtung einer Totholzhecke im Garten vor. Eine Totholzhecke bietet vielen Vögeln, Insekten, Kröten und Kleinsäugern Schutz, Nahrung und Nistmaterial. Für den Menschen dient sie als Sicht- und Windschutz oder gestalterisches Element im naturnahen Garten. Die Totholzhecke kann passend zur Gestaltung des Gartens linear oder mäandernd, breit oder schmal, hoch oder niedrig angelegt werden.

Schritt 1: Zuerst Pfähle im Abstand der gewünschten Breite der Totholzhecke gegenüberliegend in den Boden schlagen. Wenn Weidenpfähle zur Stabilisierung der Hecke verwendet werden, treiben diese aus und begrünen die Hecke. Allerdings sollten diese nur in der Zeit von Oktober bis Februar geschnitten werden. Zudem stellen die Pollen der Weidekätzchen eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln im Frühjahr dar!

Schritt 2: Dann Reisig, Äste und Zweige zwischen die Pfähle schichten, bis die gewünschte Höhe erreicht ist. Am besten eignen sich dünne und mitteldicke Äste und Zweige zum Anlegen der Totholzhecke. Wer mag, kann elastische Zweige auch abwechselnd vor und hinter den Stützpfählen entlangführen, sodass ein Webmuster entsteht. Vögel finden die Hecke besonders attraktiv, wenn das Material locker geschichtet wird.

Schritt 3: Optional kann die Hecke durch Aussaat oder Pflanzung von rankenden Pflanzen, wie Wicken, Efeu, Clematis, Winden oder Kapuzinerkresse begrünt werden.

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