Grafschafter Nachrichten
09.09.2021

Töpfermarkt in Meppen findet zum 29. Mal statt

Töpfermarkt in Meppen findet zum 29. Mal statt

Andrea Wilsers Rakudose. Foto: privat

Meppen Am 19. September findet wieder der Töpfermarkt in Meppen statt. 27 Keramiker präsentieren wieder neue Ideen, meisterliche Keramikkunst und professionelles Handwerk zum Abschluss der Freiluftsaison des Emsländischen Kultursommers.

Nach den vielen positiven Reaktionen von Besuchern und Ausstellern im vergangenen Jahr wird auch in diesem Jahr coronakonform einen Markt organisiert. „Es ist wie es ist“ – dieses Jahr noch einmal ein bisschen anders, aber durch die Einhaltung der Corona Regeln ist es möglich, dass der Markt stattfinden kann.

Ab 11 Uhr begrüßen der Vorstand des Meppener Kunstkreises und Vertreter der Stadt und des Landkreises die Besucher und Aussteller. Bereits zum 29. Mal wird zum Emsländischen Töpfermarkt eingeladen. Der Töpfermarkt findet auf der Rasenfläche zwischen dem Café Koppelschleuse, Jugend- und Kulturgästehaus, Emsland Archäologie Museum, Stadtmuseum Meppen und dem Meppener Kunstkreis statt. Die Besucher erwartet ein vielfältiges und abwechslungsreiches Keramikangebot mit hohem Qualitätsstandard. Geboten werden hochwertige Gebrauchskeramiken, figürliche Keramik, keramische Objekte und alles was der Mensch im Bereich Tisch und Garten benötigt.

Freuen dürfen sich die Besucher auch wieder über viele der bekannten und einige neue Keramik-Werkstätten, Andrea Wilser beispielsweise, sie ist nach der Ausbildung auf der Insel Juist 1976 nach Bielefeld gezogen und dort selbstständig im Werkhaus.

Der Schwerpunkt ihrer jetzigen Tätigkeit sind Einzelstücke, die nach der alten japanischen Rakutechnik gebrannt werden. Dabei entstehen einzigartige Objekte aus dem Zusammenspiel von Feuer, Wasser, Luft, und Erde, kombiniert mit Treibholz. Entdeckt unter anderem an den Stränden von Kenia, Rhodos, Südfrankreich, Sardinien, der Rhonemündung und am Nordseestrand von Juist.

Nadine Breulmann fertigt überwiegend plastische Tierskulpturen an. Sie arbeitet nach Geschichten und Märchen, wie der Rattenfänger von Hameln, die Bremer Stadtmusikanten und Nils Holgerson. Die verschiedenen Tonmassen werden bemalt mit Engoben und anschließend frostfest bebrannt.

Sabine Krispin stellt in ihrem Atelier in Dinslaken am Niederrhein seit vielen Jahren hochgebranntes Geschirr her. Dieses entsteht auf der Töpferscheibe mit Westerwälder Steinzeugton und wird anschließend mit farbigen Engoben aus eigener Herstellung dezent dekoriert. Leichte florale Formen, ausgeführt in der typisch-sommerlichen Farbpalette prägen Sabine Krispins Stil. Wunderbare Tassen und Becher, Kannen und Krüge, Teller, Vasen, Knoblauchreiben und Müslischalen fertigt sie auf diese Weise in traditioneller Handarbeit an. Die Keramik ist frostfest, spülmaschinen- und auch mikrowellengeeignet.

Das Kunstzentrum Koppelschleuse wird noch bis Mitte 2022 wegen einer grundlegenden Sanierung geschlossen bleiben. Im Park an der Koppelschleuse wird ab dem 4. September eine interaktive Kunstinstallation von Ansgar Silies und Remco de Kluizenaar mit dem Titel „Ondertoon//Unterton“ gezeigt. Kulturbegeisterte wissen bereits, dass an diesem Tag auch die Teilnehmer der Sommerakademie ihre Skulpturen, die sie während des Bildhauerseminars unter Anleitung von Torsten Sieber stattgefunden hat, ausstellen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich von der besonderen Atmosphäre selbst zu überzeugen.

Weitere Informationen: www.meppener-kunstkreis.de

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