Grafschafter Nachrichten
18.06.2021

Tierpark Nordhorn wirbt um ehrenamtliche Unterstützer

Tierpark Nordhorn wirbt um ehrenamtliche Unterstützer

Die historische Schmiede wartet darauf, mit Leben gefüllt zu werden. Dafür sucht der Zoo Ehrenamtliche, die als Hobbyschmiede den Besuchern das Handwerk näherbringen. Foto: Frieling

Nordhorn „Aufgrund der Corona-Pandemie gab es seit über einem Jahr kaum Gelegenheiten für ehrenamtliches Engagement im Tierpark. Jetzt legen wir wieder los.“ Mit diesem Worten lädt Zoodirektor Dr. Nils Kramer Interessierte ein, das Team des Tierparks Nordhorn zu unterstützen. Insbesondere für die historische Schmiede werden Ehrenamtler gesucht, die als Hobbyschmiede den Besuchern das traditionelle Handwerk näherbringen wollen.

Derzeit verstärkte Nachfrage

Als gemeinnützige Organisation sei der Tierpark Nordhorn dankbar für die große Unterstützung, die er erfährt – ob durch Sach- und Geldspenden, Erbschaften oder durch ehrenamtliches Engagement, teilt Ina Deiting, Leiterin der Zooschule, mit. Für freiwillige Helfer gebe es im Familienzoo viele Betätigungsfelder, beispielsweise im Bereich Grünpflege oder in der historischen „Vechtewelt“. „Wir schätzen ehrenamtliches Engagement sehr. Deshalb nehmen wir den Wunsch danach sehr ernst und gehen offen und transparent mit den Möglichkeiten im Tierpark um“, sagt Dr. Nils Kramer. Dass die Menschen sich wieder engagieren wollen, merke man derzeit an der verstärkten Nachfrage. Damit ein Engagement jedoch für alle Beteiligten einen Mehrwert und eine Bereicherung darstellt, bedarf es im Vorfeld einer kritischen und ehrlichen Überprüfung der eigenen Vorstellungen mit den tatsächlichen Möglichkeiten im Familienzoo. „Als Tierpark suchen wir vor allem verlässliche, langfristige Ehrenamtliche und bieten keine Projektarbeit für ein kurzes Engagement an“, erklärt Kramer und ergänzt: „Auch für ein Ehrenamt muss man sich dauerhaft motivieren können. Deshalb ist es wichtig für sich zu klären, ob das Interesse aus einer spontanen Laune entspringt oder eine langfristige Motivation besteht.“

Ein wichtiger Punkt sei die zeitliche Verfügbarkeit, denn auch Beruf, Familie oder andere Hobbys nehmen Zeit in Anspruch und oft stellt sich heraus, dass die Freiräume meist kleiner sind als ursprünglich geplant. „Als Freizeitbetrieb hat der Tierpark besonders viele Besucher und daher ,Arbeit‘ für Ehrenamtliche, wenn andere frei haben – zum Beispiel an Sonn- und Feiertagen“, gibt Ina Deiting zu bedenken. Dass Ehrenamtliche in einem Tierpark mit den Tieren zu tun haben und in ständigem direkten Kontakt mit ihnen stehen, sei jedoch „ein weit verbreiteter Irrglaube“, betont die Zooleitung und weist darauf hin, dass die Versorgung der Tiere ausschließlich in der Hand von Fachexperten der zoologischen Abteilung liegt.

Vielfältige Aufgaben für Ehrenamtler

In vielen Bereichen sei die Arbeit von Ehrenamtlichen jedoch eine sinnvolle Ergänzung der rund 180 Mitarbeiter des Zoos. „So gibt es zum Beispiel in der historischen ,Vechtewelt‘ vielfältige Möglichkeiten, den Besuchern altes Handwerk, Tradition und Brauchtum näherzubringen“, teilt Deiting mit. Ein aktuelles Projekt ist die von der Sparkassenstiftung geförderte historische Schmiede, für die Personen gesucht werden, die gern als Hobbyschmiede an Sonn- und Feiertagen, im Rahmen von Ferienpassaktionen oder bei Veranstaltungen den Schmiedehammer schwingen und den Besuchern das traditionelle Handwerk vermitteln. Ein erstes Treffen des „Schmiedeteams“ soll in Kürze stattfinden. Interessierte werden gebeten, eine kurze Bewerbung mit Lebenslauf per E-Mail an jobs@tierpark-nordhorn.de zu senden.

Auch die Dorfmetzgerei, die in Kürze eröffnet wird, und der Kolonialwarenladen warten auf freiwillige Helfer, denen regionale Produkte am Herzen liegen und die Freude daran haben, diese den Gästen zu präsentieren, zu verkaufen und dadurch für die Region Werbung zu machen. Die stetig wachsende „Vechtewelt“ bietet abwechslungsreiche Möglichkeiten für Ehrenamtler mit verschiedensten Interessen, denn auch alte Spiele oder historische Handwerkskünste interessieren die kleinen und großen Zoobesucher.

Als „Familienzoo im Grünen“ wollen im Tierpark Nordhorn auch der alte Baumbestand, Blumenbeete, Wildblumenwiesen, Kräuter- und Gemüsegärten gepflegt werden. Des Weiteren betreut der Zoo neben den eigenen zwölf Hektar Fläche etwa 170 Hektar Kultur- und Naturschutzflächen. „Helfer mit einem ,grünen Daumen‘ sind daher im Grünpflegeteam des Zoos bestens aufgehoben“, ermuntert Ina Deiting Interessierte.

„Unser oberstes Ziel ist es, den Besuchern in unserem Park einen Tag Glück zu schenken. Dabei können die Ehrenamtlichen mitwirken und dafür bieten wir ihnen ein erfüllendes Betätigungsumfeld im Kreis der Tierparkfamilie“, verspricht Dr. Nils Kramer, der sich auf zahlreiche Bewerbungen freut.

Weitere Informationen gibt es auf www.tierpark-nordhorn.de.

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