28.12.2020, 11:34 Uhr

Tierpark Nordhorn setzt auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Auf dem Tierpark-Gelände entstehen vor der ehemaligen Borggreve-Halle neue Schnellimbiss-Einheiten. Foto: Frieling

Auf dem Tierpark-Gelände entstehen vor der ehemaligen Borggreve-Halle neue Schnellimbiss-Einheiten. Foto: Frieling

Nordhorn Der Nordhorner Tierpark hat sich im Bereich Klimaschutz und Energieeinsparung in den vergangenen Jahren nach eigenen Angaben stetig optimiert. „Der Zoo möchte dadurch seinen Teil zu den Klimaschutzzielen beitragen“, erklärt Dr. Nils Kramer, Geschäftsführer des Familienzoos, und fügt hinzu: „So bezieht der Tierpark mittlerweile 45 Prozent seiner Energie aus regenerativen Quellen. Das erklärte Ziel ist, diesen Wert bis zum Jahr 2030 noch weiter voranzutreiben.“ Damit nehme der Tierpark die Empfehlungen der Kommission „Wachstum, Strukturwandel, Beschäftigung“ des Bundes auf, den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter zu forcieren.

„Klimaschutz ist Artenschutz“

„Gerade aufgrund unseres Engagements im Bereich Artenschutz fühlen wir uns verpflichtet, noch stärker auf das Thema Klimawandel einzugehen. Durch den Klimawandel sind immer mehr Tierarten vom Aussterben bedroht. Daher können wir alle bereits vor der eigenen Haustür unseren Anteil zum Thema Klimaschutz – und damit auch Artenschutz – beitragen“, erläutert Kramer. Dazu werde im Tierpark, beispielsweise beim Neu- und Umbau von Gebäuden und Gehegen, „seit Jahren auf eine möglichst hohe Energieeffizienz geachtet“. So wurde die neue Futterküche Kramer zufolge mit einer Wärmerückgewinnung der Kühlanlagen und das Eingangsgebäude mit einer Solaranlage ausgestattet. Auch für aktuelle und zukünftige Projekte soll auf Nachhaltigkeit geachtet werden. So soll bei den im Bau befindlichen neuen Giebelfassaden zukünftig ebenfalls mit Wärmerückgewinnung gearbeitet werden. Weiterhin wollen die Tierpark-Verantwortlichen freie Flächen auf Gebäuden nach und nach mit Solarpanels ausrüsten. „Beim geplanten ,Vechtedorf‘ wird zukünftig eine große Zisterne für die Regenwasserspeicherung sorgen, und für den Großteil der Besuchertoiletten wird seit dem vergangenen Jahr zur Spülung ausschließlich Grundwasser genutzt“, heißt es vonseiten des Tierparks.

Kleine Schritte, große Wirkung

Auch bei der Beleuchtung setzt der Tierpark vermehrt auf das Thema Nachhaltigkeit und hat die komplette Wegebeleuchtung durch energieeffiziente LEDs ausgetauscht. Ein weiteres Thema sind die Verbrauchsmaterialien. „Gerade in den jetzigen Corona-Zeiten hilft uns die vor Jahren umgesetzte Umstellung auf kompostierbares Einweggeschirr in unserer Gastronomie. Hätten wir diese ökologische Umstellung nicht schon lange vollzogen, wäre ein „To go“-Verkauf in diesem Ausmaß kaum zu vertreten“, erklärt Kramer. Im Bereich der Kasse nutze der Tierpark mittlerweile Ökobons statt Thermobons zur Kassenbelegerstellung, und schon vor einigen Jahren seien die Plastiktüten aus dem Zooshop verbannt worden. „Auch hier profitiert die Umwelt. Wichtig sind auch die kleinen Schritte, wenn ein solcher identifiziert ist, muss man ihn auch gehen“, betont Kramer. „Letztlich hat der Tierpark Nordhorn sich auf die Fahne geschrieben in Wertschätzung vor der Natur nachhaltig und bewusst zu handeln. Auch wenn noch immer viel Potenzial da ist, sind wir auf einem guten Weg“, resümiert Kramer.

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