10.11.2020, 14:23 Uhr

Tierpark Nordhorn: Förderverein ruft zu Unterstützung auf

Die Wege im Tierpark sind wegen der coronabedingten Schließung im November auch bei bestem Herbstwetter verwaist. Deswegen geht der Förderverein mit der Aktion „Wir sind Zoo!“ in die zweite Runde. Foto: Tierpark

Die Wege im Tierpark sind wegen der coronabedingten Schließung im November auch bei bestem Herbstwetter verwaist. Deswegen geht der Förderverein mit der Aktion „Wir sind Zoo!“ in die zweite Runde. Foto: Tierpark

Nordhorn Die behördlich angeordnete Schließung im November trifft den Tierpark Nordhorn hart. Bereits während des ersten Lockdowns hat der Tierpark eigenen Angaben zufolge über 80.000 Besucher verloren. „Nun kommen mindestens weitere 25.000 hinzu. Selbst wenn wir im Dezember wieder öffnen dürften, rechnen wir Stand heute mit über 150.000 Besuchern weniger als im vergangenen Jahr“, berichtet Zoodirektor Dr. Nils Kramer. „Für einen Zoo, der fast ausschließlich von den Besuchereinnahmen lebt, ist das ein mehr als harter Schlag“, betont Kramer.

Deshalb hat der Tierpark-Förderverein zusammen mit dem Nordhorner Familienzoo seine Unterstützerkampagne erneuert und wirbt aktiv darum, dem Tierpark in dieser Zeit zu helfen. Unter dem Motto „Wir sind Zoo! Gemeinsam mit dem Tierpark“ wirbt der Förderverein um Spenden, Patenschaften, Mitgliedschaften im Förderverein und weitere Hilfe für den Tierpark. „Wir freuen uns über jede Unterstützung“, bekräftigt der 1. Vorsitzende des Fördervereins, Dietmar Brookmann. Auf der Homepage www.tierpark-nordhorn.de sind die verschiedenen Unterstützungsmöglichkeiten aufgeführt.

Wirtschaftlich stark dank guter Vorjahre

Über 2000 Tiere in 100 Arten und rund 150 Mitarbeiter stehen hinter dem Unternehmen Tierpark Nordhorn. Nur weil der Tierpark wirtschaftlich stark aufgestellt sei – dank guter Vorjahre, einem harten Sparkurs inklusive Kurzarbeit, der Verzögerung sämtlicher Baustellen und der Unterstützung der Gesellschafter – ist es laut Kramer bisher gelungen, diese Ziele überhaupt zu erreichen. „Wir erfüllen unseren Teil, um die Pandemie wirtschaftlich zu überstehen, und tragen die behördlichen Maßnahmen mit. Wir hoffen jetzt aber natürlich umso mehr auf die Unterstützung der Besucher und Fans“, appelliert der Zoodirektor.

Keine Hilfen vom Bund

„Die erneute behördliche Schließung verschlechtert die wirtschaftliche Position des Tierparks sehr, zumal der Tierpark bisher durch kein einziges aufgelegtes Hilfsprogramm des Bundes profitieren konnte“, erklärt Kramer und fügt hinzu: „Wir sind Optimisten und haben auch in diesem schwierigen Jahr in die Ausbildung investiert. Aber selbst die Ausbildungsprämie können wir nicht beantragen.“

Umso mehr freut man sich im Familienzoo über die große Unterstützungswelle aus der Bevölkerung, die bei der ersten Auflage der Unterstützeraktion „Wir sind Zoo!“ während des Lockdowns im Frühjahr zu spüren war. „Wir haben zahlreiche Spenden erhalten, viele neue Mitglieder in unserem Förderverein gewinnen können und die Zahl der Patenschaften hat sich innerhalb von wenigen Tagen mehr als verdoppelt“, freut sich Brookmann. „Wir hoffen auch jetzt auf den Rückhalt aus der Bevölkerung. Und wer noch kein Weihnachtsgeschenk hat, der wird im täglich geöffneten Zooshop des Tierparks garantiert fündig“, ist sich der Fördervereinsvorsitzende sicher.

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