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11.02.2019, 19:30 Uhr

Thriller „Sieben minus eins“ am 28. Februar im KTS

Aufführung eines Arne Dahl-Krimis auf der Bühne des Konzert- und Theatersaals Nordhorn

Thriller „Sieben minus eins“ am 28. Februar im KTS

Der Pullover mit dem Kreuz ist nicht ohne Bedeutung. Foto: privat

Hochkarätige Spannung aus dem Norden verspricht der Krimi „Sieben minus eins“ des schwedischen Krimiautoren Arne Dahl. Am Donnerstag, 28. Februar, um 20 Uhr ist er im Nordhorner Konzert- und Theatersaal zu sehen.

In „Sieben minus eins“, aufgeführt durch das „Westfälische Landestheater“, müssen das Ermittler-Duo Sam Berger und Molly Bloom tief in die Vergangenheit eintauchen, um das Rätsel um sieben verschwundene Mädchen zu lösen. Der Einsatz scheint zunächst vergeblich – bis jemand den Keller entdeckt. Eine Luke führt in die Finsternis. Keine Selbstschussanlage, keine Treppe, Staub, Stille. Sam Berger steigt vorsichtig hinab. Unten empfangen ihn enge Wände, niedrige, nur angelehnte Türen, immer mehr Gänge, die sich verzweigen in alle möglichen Richtungen, ein feuchtkaltes Labyrinth.

Sie finden nichts, kein Blut, keine Exkremente, keine Leiche. Das Mädchen, das sie suchen, wurde vor ihrem Einsatz weggebracht. Jemand weiß Bescheid. Während alle in seiner Umgebung davon ausgehen, dass die Entführung des Mädchens ein Einzelfall ist, glaubt Berger, dass es sich um einen Serientäter handelt. Gegen den Willen seiner Vorgesetzten ermittelt er in diese Richtung. Die Spuren und Hinweise werfen ihn in seine eigene Vergangenheit zurück. Der Täter kennt alle seine Schritte, lockt ihn immer näher zu sich, sein Ziel ist Rache. Berger weiß, dass er, will er die verschwundenen Mädchen finden, in die Falle gehen muss.

Arne Dahl, eigentlich Jan Lennart Arnald, ist weltweit bekannt für seine psychologischen Thriller. Der in Stockholm lebende Schriftsteller arbeitet als Literaturwissenschaftler für die Schwedische Akademie, die alljährlich den Nobelpreis vergibt. Darüber hinaus ist er Herausgeber zweier Zeitschriften und Kritiker. Seinen literarischen Durchbruch feierte er 1998 mit dem Beginn einer Krimiserie um die Sonderermittlungsgruppe A bei der schwedischen Polizei. Die zunächst auf zehn Krimis geplante Reihe machte ihn zu einem der Aushängeschilder der skandinavischen Krimiliteratur.

„Sieben minus eins“, erschienen 2016, ist der erste Band einer neuen Serie um das Ermittlerpaar Sam Berger und Molly Bloom. In der schwedischen Presse wurde der Roman als „der beste schwedische Kriminalroman, der je geschrieben wurde“ gefeiert.

Das Westfälische Landestheater bringt „Sieben minus eins“ nun in einer ausgefeilten Theateradaption auf die Bühne des KTS. Lothar Maninger, der dem Nordhorner Publikum zuletzt durch seine dramatische Inszenierung von Sebastian Fitzeks „Passagier 23“ bekannt ist, führt bei dem skandinavischen Krimi in der Bühnenfassung von Sabrina Klose Regie. Erzählt wird Dahls literarischer Bestseller als klassische Krimigeschichte mit Kommissaren, Indizien und Zeugenbefragungen, doch die Thriller-Komponente fehlt dabei nicht, denn: „Bei der einen oder anderen Szene darf man nicht ganz zart besaitet sein“, verspricht Dramaturgin Sabrina Klose Nervenkitzel.

Fest steht, dass die Inszenierung sowohl für Kenner des schwedischen Autors als auch für Arne Dahl-Neulinge interessant und unterhaltsam ist. Um eine spannungsreiche Krimiatmosphäre zu erzeugen, greift Ausstatter Marc Mahn in der Inszenierung auf eindringliche Videoästhetik zurück: Auf einer Leinwand werden Fahndungsfotos, Blutspuren und Erinnerungssequenzen aus der Vergangenheit der Ermittler zu sehen sein, die das Publikum Stück für Stück auf die Lösung des Falls bringen. Eine weitere Besonderheit ist der einzigartige Hörspielcharakter der Inszenierung: Das Ensemble wird live am Mikrophon einzelne Sequenzen stimmlich bebildern und so auch für die Bühne schwer zu adaptierende Buchszenen für das Publikum erlebbar machen.

Nähere Informationen: www.nordhorn.de