27.06.2022, 16:05 Uhr

Technik-Messe der GBS zeigt beeindruckende Konstruktionen

„TikTakToe“ gegen einen Roboter spielen – das war nur eine der Arbeiten, die die Schüler der GBS auf ihrer Technik-Messe zeigten. Foto: privat

„TikTakToe“ gegen einen Roboter spielen – das war nur eine der Arbeiten, die die Schüler der GBS auf ihrer Technik-Messe zeigten. Foto: privat

Fast ein Jahr lang haben sie getüftelt, ausprobiert, designt und programmiert – nun haben die Schülerinnen und Schüler der Gewerblichen Berufsbildenden Schulen ihre technischen Konstruktionen vor großem Publikum präsentiert. Zum 15. Mal ging vor einigen Tagen die Technikmesse am GBS-Standort an der Denekamper Straße über die Bühne. Beteiligt waren Elft- und Zwölftklässler des Gymnasialzweigs mit dem Leistungskurs Technik, Schüler der einjährigen Fachoberschule Technik, die bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen haben und nun die Fachhochschulreife erlangen, sowie Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule der Informationstechnischen Assistenten.

„Das Spektrum an selbst entwickelten Apparaten, Fahrzeugen und Computerspielen war dabei grenzenlos“, schwärmt die Schulleitung in einer Pressemitteilung. Die Zwölftklässler Tom und Matthes Boedecker, Daniel de Sousa Silva und Mathis Tüchter ließen als Team „Space Invaders“ einen Klassiker der Computerspiele wieder aufleben. Sie präsentierten einen dem Originalspiel nachempfundenen Classic- sowie einen Story-Modus, in welchem der Spieler sein Raumschiff mit neuer, kreativer Munition ausrüsten konnte. „Um dem Spiel den finalen Schliff zu geben, haben wir in der Nacht vor der Messe noch viel programmiert“, gesteht der leicht übernächtigt wirkende Matthes Boedecker und sein Bruder Tom ergänzt: „Aber es hat so viel Spaß gemacht.“

Paul Roetmann und Jonas Feith erklären Schulleiter de Vries und Dekan Ickerott (HS Osnabrück, Campus Lingen) die Funktionsweise ihres selbst gebauten 3D Scanners. Foto: privat

Paul Roetmann und Jonas Feith erklären Schulleiter de Vries und Dekan Ickerott (HS Osnabrück, Campus Lingen) die Funktionsweise ihres selbst gebauten 3D Scanners. Foto: privat

Das Projekt „3D Scanner“ von Paul Roetmann und Jonas Feith, ebenfalls aus dem Jahrgang der zwölften Klasse, beeindruckte durch metalltechnische Handwerkskunst. So haben die Schüler laut GBS „mit ruhiger Hand“ sogar das Gewinde einer Gewindestange selbst geschnitten. Auf einem selbstgedruckten Teller, welcher durch mehrere Motoren angetrieben wurde, wurden 3D-Objekte aus verschiedenen Winkeln fotografiert, um sie später zu einem Modell für den 3D-Druck zu konvertieren. Herzstück des Apparats ist – wie bei vielen Exponaten an diesem Tag – der sogenannte Mikrocontroller „Arduino“. Jonas Feith zog für die Gruppe das Fazit wie folgt: „Ich habe sehr viel gelernt und es hat sehr viel Spaß gemacht.“

Hoch hinaus ging es für die Nachwuchs-Astronauten Fabian Beenen und Bjarne Ekelhoff, die mit ihrem „Strato-Ballon“ ebenfalls ein faszinierendes Projekt ablieferten. Am Messetag stellten sie die ausgewerteten Daten ihres Flugobjektes dar und zeigten das komplette Video des Flugs im Zeitraffer vom Start bis hin zur Landung. Weitere Ideen waren etwa: ein LED-Rucksack, der ausgewählte Bilder anzeigen kann, zum Beispiel ein Abbiegesignal; selbst gebaute Fahrzeugmodelle mit Mikrocontroller und Karosserien aus dem 3D-Drucker oder aus Holz. Die Klasse 12 der Fachoberschule Technik präsentierte „den Bollerwagen der Zukunft“, der autonom fährt.

Ein besonderer Publikumsmagnet waren auch zwei der Roboter, in die die Schule kürzlich investierte: Der Anwender spielt hier das beliebte Spiel „TikTakToe“ gegen die Maschine. Durch Berührungen erkennt der Roboter dabei, dass er am Zug ist, macht eine Aufnahme des Spielstands und reagiert durch Einsetzen eines Plättchens. Das Programmieren solch einer Roboteraufgabe ist unter anderem Bestandteil im Unterricht „Technik“.