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17.06.2019, 19:00 Uhr

Strategien zur Daseinsvorsorge im Emsland entwickelt

Zum Auftakt des „Bündnisses Innovation in der Daseinsvorsorge“ waren zahlreiche Akteure aus dem Bereich der Daseinsvorsorge ins Lingener Ludwig-Windthorst-Haus gekommen.

Strategien zur Daseinsvorsorge im Emsland entwickelt

Teilnehmer an der Themeninsel „Gesundheit und Pflege sichern“ setzten sich mit den künftigen Anforderungen und möglichen Lösungen für diesen Bereich auseinander. Foto: Landkreis Emsland

Mit der Veranstaltung wurde der Beginn eines Prozesses markiert, in dem der Landkreis Emsland zusammen mit den 16 anderen Landkreisen und kreisfreien Städten der Weser-Ems Region die bedarfs- und zukunftsgerechte Daseinsvorsorge durch die Umsetzung von innovativen Projekten verbessern möchte.

Nach der Begrüßung durch Landrat Reinhard Winter wurde der Masterplan „Innovation in der Daseinsvorsorge“ vorgestellt. Er benennt den Handlungsbedarf in den Themenfeldern Gesundheit und Pflege, Mobilität, Wohnen sowie soziales Miteinander. Auf dieser Grundlage stellten sich die Fragen „Was erwarten die Bürger?“, „Wo können wir etwas entwickeln?“ und „Wo müssen wir in der Region zusammenarbeiten?“, die in der Runde unter anderem von Bürgermeistern, weiteren Vertretern der Gemeinden, Vertretern von Wohlfahrtsverbänden und des Landkreises Emsland diskutiert wurden. Die Veranstaltung zeigte, dass im Landkreis Emsland bereits gute Strategien und Projekte für eine zukunftsgerechte Daseinsvorsorge vorhanden sind.

So standen im Bereich „Gesundheit und Pflege“ insbesondere Fragen zur Sicherstellung von medizinischem Personal und Pflegepersonal sowie zur Kurzzeitpflege im Vordergrund. Vorgestellt wurden Maßnahmen der Gesundheitsregion Emsland wie die Hebammenzentrale, das Demenz-Servicezentrum oder das medizinische Versorgungszentrum in Werlte sowie das Beratungsangebot des Senioren- und Pflegestützpunktes des Landkreises Emsland.

Beim Thema „Mobilität“ sprachen die Teilnehmer der Veranstaltung vor allem der Sicherung der sozialen Teilhabe Bedeutung zu. Alle Bevölkerungsgruppen sollten durch barrierefreie Mobilitätslösungen erreicht werden. Zudem sollte ein umfassendes Bild über den regionalen ÖPNV-Verkehr vermittelt werden und es sind „Letzte-Meile-Lösungen“ zu entwickeln, die das Erreichen von Zielorten ermöglichen.

Im Bereich „Wohnen und Leben“ lagen innovative Wohnkonzepte für die sich ändernden Lebenskonzepte der Bevölkerung und eine zeitgemäße Wohnraumförderung im Fokus. Beim Themenfeld „Zusammenleben gestalten“ wurden vor allem die Aktivierung besonderer Zielgruppen wie beispielsweise Zugezogene und die Stärkung der sozialen Strukturen genannt. Als gute Beispiele wurden unter anderem die 72-Stunden-Aktionen der Landjugend, die Stärkung der Dorfgemeinschaften durch Moderationsprozesse und der Ehrenamtsservice des Landkreises Emsland genannt.