16.12.2020, 09:06 Uhr

Stellungnahme zum Moorschutz bis 18. Dezember möglich

Konflikt zwischen Landwirtschaft und Klimaschutz steht im Mittelpunkt. Foto: Westdörp

© Westdšrp, Werner

Konflikt zwischen Landwirtschaft und Klimaschutz steht im Mittelpunkt. Foto: Westdörp

Berlin Noch bis zum 18. Dezember können Betroffene und Interessierte dem Bundesumweltministerium ihre Meinung zu dessen kürzlich vorgestellter Moorschutzstrategie einreichen. Darauf weist der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann hin: „Wenn wir unsere Klimaziele erreichen wollen, müssen wir mit unseren Moorflächen künftig anders wirtschaften. Der Vorschlag einer reinen Wiedervernässung ist mir aber zu wenig. Gerade in unserer moorreichen Region müssen wir sicherstellen, dass Landwirtschaft und Klimaschutz nicht gegeneinander ausgespielt werden. Es darf nicht passieren, dass der Moorschutz einseitig zulasten der Landwirtschaft vollzogen wird.“

Der CDU-Politiker betont, dass alle beteiligten Akteure ihrer Verantwortung gerecht werden müssten: „Nur im engen Schulterschluss mit allen betroffenen Eigentümern und Landwirten können wir Lösungen entwickeln, mit denen wir mehr für unser Klima und die heimische Wertschöpfung im Moor erreichen. So kann ich mir etwa die Nutzung heimischer Torfmoose in Abstimmung mit den Naturschutzbehörden vor Ort als künftige Einkommensquelle für Landwirte gut vorstellen.“

Das Diskussionspapier des Bundesumweltministeriums zur Moorschutzstrategie sieht unter anderem vor, die Moorschutzgebiete mit ausreichenden Pufferzonen zu erweitern. Bislang ungenutzte Moorflächen sollen künftig nicht mehr genutzt und möglichst vollständig wiedervernässt werden. Zudem sollen der Pflanzenschutzmitteleinsatz in Schutzgebieten auf Moorböden sowie der Umbruch von Moorgrünland zur Grünlanderneuerung verboten werden.

Die Stellungnahmen können noch bis 18. Dezember an moorschutzstrategie@bmu.bund.de gesendet werden.