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12.12.2019, 00:03 Uhr

Steirerkreuz

Mord und Totschlag, Frömmigkeit und Heuchelei: All das ist im neuen Österreich-Krimi mit Miriam Stein im Ersten zu sehen.

Pauline Fürst (Gisela Schneeberger, r) verbittet sich allzu direkte Fragen von Sandra Mohr (Miriam Stein, M.) und Sascha Bergmann (Hary Prinz). Foto: Stefan Haring/ARD Degeto/Allegro Film/dpa

Pauline Fürst (Gisela Schneeberger, r) verbittet sich allzu direkte Fragen von Sandra Mohr (Miriam Stein, M.) und Sascha Bergmann (Hary Prinz). Foto: Stefan Haring/ARD Degeto/Allegro Film/dpa

Von Klaus Braeuer, dpa

dpa Berlin Die Steiermark im Süden von Österreich hat eine ausgesprochen schöne Landschaft mit vielen Weingütern und Bergen. Hier handelt der Fernsehkrimi „Steirerkreuz“, der am kommenden Donnerstag (20.15 Uhr) im Ersten zu sehen ist - und es spielen sich vor der idyllischen Kulisse ausgesprochen hässliche Dinge ab. Nach den Filmen „Steirerblut“ (2014) und „Steirerkind“ (2018) ist es der dritte ARD-Film, der auf einem Roman von Claudia Rossbacher beruht.

Ein riesiges Holzkreuz - es ist mit etwa 40 Metern eines der größten der Welt und steht am Veitscher Ölberg im Mürztal - leuchtet in der Nacht. In dieser Gegend treibt ein Wilderer sein Unwesen. Und ein Mann liegt tot im Bett. Der älteste Sohn der Sägewerk-Dynastie Fürst ist offensichtlich erdrosselt worden - Arbeit für die Mordkommission.

Chefinspektor Sascha Bergmann (Hary Prinz) fährt erstmal eine Wildsau tot, während seine Kollegin Sandra Mohr (Miriam Stein) sich anhören muss, dass die wenig trauernde Mutter Pauline Fürst (Gisela Schneeberger) spitz zu ihr sagt: „Mordkommissarin? Ist das ein Beruf für eine Frau?“ Später wird Mohr angesichts des plötzlich auftauchenden Sohnes von Bergmann, Daniel (Johannes Nussbaum), sanft erröten - die Affäre der beiden aus dem vorigen Fall könnte wieder aufflackern. Doch zunächst muss sie sich mit dem tatverdächtigen Vorarbeiter Schindler (Julian Weigand) beschäftigen.

Ein von der Familie unterstützter christlicher Radiosender namens „Corpus Christi“ spielt eine besondere Rolle. Bei der durchtriebenen Sippschaft herrscht offensichtlich ein frömmelnd getarntes Machtstreben. All das ist zwar in einer österreichischen Gemeinde angesiedelt, könnte aber genauso gut in Deutschland oder sonst wo sitzen. Allerdings bietet die düstere Szenerie in der ach so lieblichen Landschaft des Naturparks Mürzer Oberland einen scharfen Kontrast. Hier steht auch ein ländliches Nachtlokal namens „Paradies“, in dem so manche Frau eher ein Mann ist - oder umgekehrt.

Miriam Stein (31, „Die Schattenfreundin“) ist Österreicherin, ebenso wie Prinz, Herzig, Weigend und Nussbaum, die allesamt - natürlich nicht nur deshalb - sehr authentisch spielen. Stein erklärt im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa zu ihrer Figur: „Sandra ist ein Kopfmensch. Das hilft ihr in ihrem Beruf, macht es ihr aber schwer, sich auf Gefühle einzulassen. Sie hat Angst davor Schwäche zu zeigen, Hilfe anzunehmen, sie will selbstbestimmt und frei sein, und da denkt sie, eine Beziehung würde ihr all das nehmen. Aber sie fühlt sich zu Daniel hingezogen - mal sehen, ob sie etwas dazulernt.“