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22.02.2019, 12:18 Uhr

Stegemann: Für Bahnhöfe und Schienen in der Region kämpfen

Eine neuerliche Diskussion über den IC-Halt in Bad Bentheim sieht der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann kritisch. „Debatten über einen Wegfall des IC-Halts in Bad Bentheim sind aus der Zeit gefallen“, betont Stegemann.

Manuela Herbort, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für die Länder Bremen und Niedersachsen, und Albert Stegemann MdB bei einem Gespräch im Dezember 2018 im Abgeordnetenbüro von Albert Stegemann in Berlin. Foto: privat

Manuela Herbort, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für die Länder Bremen und Niedersachsen, und Albert Stegemann MdB bei einem Gespräch im Dezember 2018 im Abgeordnetenbüro von Albert Stegemann in Berlin. Foto: privat

Die angekündigte moderne Technik und Mehrsystemfähigkeit, die einen Lokwechsel an der Grenze ab 2023 überflüssig machen könnte, dürfe den Halt in Bad Bentheim nicht in Frage stellen. „Wir reaktivieren den Schienenpersonennahverkehr in der Grafschaft Bentheim mit dem wichtigen Knotenpunkt Bad Bentheim. Der dortige Bahnhof ist seit nicht einmal drei Monaten barrierefrei umgebaut. Und mit dem Deutschlandtakt bis 2030 und der Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ wollen wir die verlässliche und flächendeckende Infrastrukturversorgung in Stadt und Land verbessern. Hier passt es nicht ins Bild, wenn die Grafschaft Bentheim aus dem Fernverkehrsnetz fällt.“

Stegemann hatte das Thema zuletzt im Dezember gegenüber Manuela Herbort angesprochen, der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für die Länder Bremen und Niedersachsen im Dezember. „Die Bahn ist sich absolut der Bedeutung der Ost-West Stecke (Berlin-Amsterdam) bewusst“, betont Stegemann. Auch für Frau Herbort sei es wichtig, dass langfristig auf der Strecke ein hoher Reisekomfort sichergestellt sei. Der Austausch des Zugmaterials auf der Linie Berlin - Amsterdam werde deshalb mit Priorität umgestellt, sobald die neuen Fahrzeuge einsatzfähig sind.

Ziel sei es, die Reisezeit zwischen den beiden europäischen Metropolen Amsterdam und Berlin durch besseres Zugmaterial und den entfallenden Lokwechsel von derzeit rund sechseinhalb Stunden um 20 bis 30 Minuten zu verkürzen. Die Bahn plane den Einsatz der neuen Fahrzeuge ab 2023 und investiert in diesem Zusammenhang in dreistelliger Millionenhöhe. Eine frühere Umstellung auf neue Züge sei bedingt durch das europaweite Vergabeverfahren, die Lieferfristen der Fahrzeugindustrie und die Abnahme- und Genehmigungsprozesse zur Inbetriebnahme nicht zu realisieren, heißt es vonseiten der Deutschen Bahn. Aktuell laufe das Ausschreibungs- und Bieterverfahren.

Gleichwohl mahnt Stegemann, dass ein Halt in Bad Bentheim nicht selbstverständlich sei. „Allein in diesem Jahr will die Deutsche Bahn 10,7 Milliarden Euro in die Schieneninfrastruktur und in die Bahnhöfe investieren. Das ist beeindruckend aber auch dringend notwendig. Dennoch müssen diese Investitionen am Ende auch finanziert werden können. Sollte sich die wirtschaftliche Lage verschlechtern, droht schnell der Rotstift. Und durch den Wegfall des Lokwechsels fehlt ein Alleinstellungsmerkmal am Bahnhof Bad Bentheim. Deshalb müssen wir auch künftig für unsere Bahnhöfe und unsere Schienen in der Region kämpfen“, sagt der Grafschafter Abgeordnete. Für Bad Bentheim sei dabei von entscheidender Bedeutung, dass der Bahnhof mit guten Angeboten und entsprechenden Fahrgastzahlen punkten könne.

Informationen zum Bahnhof Bad Bentheim: www.bahnhof.de/bahnhof-de/bahnhof/Bad_Bentheim-1035160

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