22.03.2021, 12:55 Uhr

Stadtwerke Schüttorf-Emsbüren warnen vor unseriösen Anrufern

Betrüger versuchen immer wieder, per Telefon an persönliche Daten zu gelangen. Symbolfoto: dpa

Betrüger versuchen immer wieder, per Telefon an persönliche Daten zu gelangen. Symbolfoto: dpa

Schüttorf Die Stadtwerke Schüttorf-Emsbüren machen auf unseriöse Werbeanrufe aufmerksam. „In den letzten Wochen häuft sich die Anzahl der Kunden, die Anrufe von unseriösen Energiedienstleistern bekommen haben“, erklärt Daniela Tieke für das Unternehmen in einer Mitteilung an die GN. „Teilweise geben sich die Anrufer als Mitarbeiter der Stadtwerke aus und stellen Fragen zur Stromabrechnung.“ So sei es auch einer Mitarbeiterin der Stadtwerke passiert. „Der Anruf kam von einer unbekannten Mobilfunknummer. Auf Fragen zu seinem Namen und dem seines Auftraggebers wollte der mutmaßliche Kollege keine Angaben machen“, berichtet Tieke.

Anrufer nutzen Unsicherheit aus

Andere Betrüger locken Tieke zufolge am Telefon mit vermeintlich günstigen Tarifen und Prämien. Das Ziel sei immer das Gleiche, „der Verbraucher soll den Energiedienstleister wechseln. Dafür reicht neben dem Namen schon die Zählernummer“, weiß Tieke und fügt hinzu: „Bei der Beschaffung der nötigen Daten werden die Betrüger immer geschickter in der Gesprächsführung und nutzen gezielt die Unsicherheit aus, besonders bei älteren Menschen.“ Daniela Tieke betont, dass sich seriöse Energiedienstleister klar von unerlaubter Telefonwerbung distanzieren. Nach ihrer Beobachtung scheinen die Anrufe „gerade in Krisenzeiten zuzunehmen“. So gingen laut Tieke allein bei der Bundesnetzagentur im vergangenen Jahr über 63.000 schriftliche Beschwerden wegen unerlaubter Werbeanrufe ein. „Dies ist ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren, weshalb die Bundesnetzagentur die strafrechtliche Verfolgung dieser Verstöße weiter intensiviert“, berichtet sie.

Wie können sich Verbraucher schützen?

„Wer sich nicht sicher ist, ob der Anruf wirklich vom eigenen Energieversorger kommt, legt einfach auf“, rät Tieke. „Wenn möglich notieren Sie den Namen und die Telefonnummer des Anrufers und melden dies Ihrem Energieversorger. Hier wird man versuchen, der Sache auf den Grund zu gehen und gegebenenfalls rechtliche Schritte einleiten“, führt sie weiter aus. Auf keinen Fall solle der Angerufene persönliche Daten wie Zählernummer, Verbräuche oder Kontodaten an Unbekannte weitergeben. „Wer doch am Telefon ,überrannt‘ wurde und in den folgenden Tagen ein Begrüßungsschreiben inklusive eines neuen Liefervertrags erhält, sollte auf jeden Fall von seinem gesetzlichen Widerrufsrecht Gebrauch machen und sich bei den Stadtwerken melden“, empfiehlt Tieke abschließend.

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