05.10.2020, 11:09 Uhr

Stadt Rheine: Ist Baustellenfund Weltkriegs-Bombe?

Fachleute prüfen, ob es sich bei dem auf einer Baustelle an der Lindenstraße gefundenen Metallteil um eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg handelt. Foto: Stadt Rheine

Fachleute prüfen, ob es sich bei dem auf einer Baustelle an der Lindenstraße gefundenen Metallteil um eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg handelt. Foto: Stadt Rheine

Rheine Wie die Stadt Rheine mitteilt, wurde bei Baugrunduntersuchungen im Zuge der Kanalbauarbeiten auf der Lindenstraße ein metallischer Gegenstand gefunden. Am Montag, 12. Oktober, sollen Fachleute die Stelle freilegen und das Metallteil genauer untersuchen. Bei dem Einsatz prüfen Kräfte des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, ob es sich bei dem Gegenstand um eine noch aus dem Zweiten Weltkrieg stammende Bombe handelt, die dann auch vor Ort sofort entschärft werden soll.

„Vorbeugend laufen die Vorbereitungen für eine Bombenentschärfung bereits jetzt auf Hochtouren“, teilt Frank de Groot-Dirks, Büroleiter des Bürgermeisters, mit. Je nach Größe und Art einer zu entschärfenden Bombe würde nach örtlicher Einschätzung des Feuerwerkers ein Sicherheitsradius von 250 Metern beziehungsweise 500 Metern um die Fundstelle festgelegt werden. Straßen, die in diesem Radius liegen, würden für den gesamten Verkehr gesperrt und alle Geschäfte für die Dauer der Entschärfung geschlossen werden. Auch der Bahnbetrieb müsste eingestellt und die betroffenen Anwohner evakuiert werden. Im Fall einer Evakuierung will die Stadtverwaltung Flugblätter an die Haushalte verteilen, auf denen sie bekannt gibt, wohin sich die betroffenen Personen für die Dauer der Entschärfung wenden können. Für Personen, die nicht selber das Haus verlassen können würde zudem ein Fahrdienst eingerichtet werden, hierfür will die Stadt Rheine eine Hotline einrichten. Außerdem sollen Lautsprecherwagen durch die betroffenen Straßen fahren und über Megafon über die Situation aufklären sowie die Anwohner zur zeitweisen Räumung auffordern. „Die ganze Durchführung gemeinsam mit der Polizei und der Feuerwehr ist für uns Routine, denn es wurden schon häufiger Bomben im Rheiner Stadtgebiet entschärft“, verdeutlicht de Groot-Dirks die Vorgehensweise. „Wir möchten aber frühzeitig auf diese Maßnahmen hinweisen, damit sich nicht nur die Anwohner, sondern auch Verkehrsteilnehmer früh genug auf eine eventuelle Sperrung vorbereiten können.“

„Mit Verkehrsbehinderungen aufgrund einer eventuellen Vollsperrung müsste im Evakuierungsfall gerechnet werden, ortskundige Autofahrer werden daher gebeten, den betroffenen Bereich am 12. Oktober großräumig zu umfahren“, heißt es vonseiten der Stadt. Über die örtlichen Medien, den Internetauftritt der Stadt Rheine sowie die städtischen Social-Media-Kanäle würde die Öffentlichkeit dann zeitnah informiert, wann sie in ihre Häuser zurückkehren können. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 05971 939 987 oder per E-Mail an kmittel@rheine.de.

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