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06.08.2020, 10:37 Uhr

SPD Nordhorn: „Endlich kommt Schul-Digitalisierung voran“

Erste Erfolge bei der digitalen Ausstattung der Schulen sieht die SPD Nordhorn. Symbolfoto: dpa

Erste Erfolge bei der digitalen Ausstattung der Schulen sieht die SPD Nordhorn. Symbolfoto: dpa

Nordhorn Bereits 2017 hatte die SPD im Rat der Stadt Nordhorn gefordert, die Schulen fit für die Digitalisierung zu machen. „Jetzt sieht die SPD endlich Fortschritte. Zwar wird es noch einige Jahre dauern, bis Breitbandanschlüsse für alle Schulen gelegt sein werden, aber die Weichen sind gestellt. Für die dann ab dem Hausanschluss erforderliche hausinterne Verkabelung wird jetzt die Planung an ein Fachbüro vergeben. Schade, das hätte schon vor zwei Jahren angegangen werden können“, kommentiert der Vorsitzende des Schulausschusses, Thomas Bräutigam von der SPD. Die dann folgende bauliche Umsetzung der IT-Infrastruktur an städtischen Schulen soll bis Mitte 2023 abgeschlossen sein.

Einheitliche Technik

„Ein großes Problem der Schulen wird nun auch gelöst. Technik braucht Betreuung. Die Verwaltung wird Aufträge erweitern. Der Support soll umfänglich und zeitnah erfolgen und umfasst die Sicherstellung der gesamten digitalen Infrastruktur der Schule (Netzwerke, Server, Zugang zur Bildungscloud, Endgeräte), wie es die SPD und auch die Schulleiter gefordert hatten. Wir werden im Sommer des nächsten Jahres bewerten, ob die Ausweitung ausreicht“, so Schulausschussmitglied Johanna Stiepel. Man müsse sehen, dass gerade die Grundschulen gar keine personellen Ressourcen haben.

In der SPD Nordhorn sieht man ihre Forderung erfüllt, auf eine einheitliche Technik in allen Schulen zu setzen. „Vorher wollten andere Fraktionen und Verwaltung an diese Vereinheitlichung nicht ran, man ließ sich von den Wünschen der einzelnen Schulen leiten.“ Ratsmitglied Harry Brooksnieder, selbst IT-Fachmann, führt die alte Position darauf zurück, „dass Verwaltung und Schulen keine ganzheitliche Betrachtung anstellen. In jedem Betrieb ist IT-Entwicklung Führungsaufgabe. Bei Schulen ist das unklar. Die von der SPD eingeforderte Diskussion bestätigte dann die SPD-Position, dass nur eine einheitliche Technik in allen Schulen wirtschaftlich ist, auch im Support, und bis hin zu den Endgeräten.“

Tablets für alle Grundschulen

Bei den Endgeräten sieht die SPD einen ersten Erfolg, denn alle Grundschulen erhalten für jeden Grundschulzug einen Klassensatz an Tablet-Computern. Bereits im Herbst soll die Lieferung erfolgen. „Wir wären gerne noch weiter gegangen, aber man muss für seine Vorschläge auch Mehrheiten finden. So bei den Tablets. Wir wollen, dass die Stadt für jedes Kind zumindest ab der vierten Klasse ein eigenes Tablet beschafft, das natürlich besonders konfiguriert ist. Nur so bleibt kein Kind zurück. Das Homeschooling kann jederzeit wiederkommen, und dann haben wir wieder Kinder, die zu Hause nicht lernen können,“ so Fraktionssprecher Harald Krebs.

„Wir haben so viele engagierte Lehrerinnen und Lehrer in den Schulen, die sich der Digitalisierung annehmen, wobei sie nur wenig Unterstützung vom Land erfahren. Andererseits tun sich noch viele Schulen schwer mit dieser Herausforderung. Für die Bildung unserer Kinder müssen wir uns gemeinsam anstrengen, und zumindest bei der Stadt geht es jetzt einen großen Schritt voran“, resümiert die Parteivorsitzende Petra Alferink.

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