19.07.2021, 12:51 Uhr

Nordhorner SPD und CDU äußern sich zur Pestalozzistraße

Die Anwohner der Pestalozzistraße beschweren sich über ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf der schmalen Straße, seit die Nordumgehung eröffnet wurde. Foto: Konjer

Die Anwohner der Pestalozzistraße beschweren sich über ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf der schmalen Straße, seit die Nordumgehung eröffnet wurde. Foto: Konjer

Nordhorn Anwohner der Pestalozzistraße in Nordhorn hatten beklagt, dass sich die Verkehrssituation sich dort nach Eröffnung der Nordumgehung verschlechtert habe (die GN berichteten). Die SPD-Fraktion hat nun einen Antrag an den Bürgermeister gerichtet. Zuerst soll eine Verkehrszählung Fakten liefern. Ratsmitglied Bernd Koch: „Klar, gerade während der Hauptverkehrszeiten ist das dort eine sehr problematische Verkehrssituation. Wer über Lösungen nachdenken will, muss wissen, um welche Verkehre es sich handelt. Also muss gezählt werden, und man muss wissen, wer will wo hin.“ Bisher gibt es keine Zahlen aus einer Verkehrszählung. Er kritisiert Schnellschüsse ohne Faktengrundlage. Bei der Pestalozzistraße handelt es sich um eine alte Straße, deren Querschnitt auch keine Veränderungen zulässt. SPD-Vorstand Annerose Hölscher verweist auf die geringen Gehwegbreiten und die Grundschule. Auf Basis der Zählungen soll, so die SPD, die Verwaltung Alternativen entwickeln und bewerten, wie die Verhältnisse im Sinne der Anliegereingaben verbessert werden können. Das soll dann in einer öffentlichen Versammlung behandelt werden, zu der die Betroffenen eingeladen werden sollen.

Die CDU-Fraktion im Nordhorner Stadtrat hat den Bürgermeister mit einem Antrag dazu aufgefordert die Verkehrssituation in der Pestalozzistraße auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Verkehrs- und Umweltausschusses zu setzen.

„Wir wollen zunächst wissen, wie die Stadtverwaltung aktuell die Verkehrssituation in der Pestalozzistraße auch im Hinblick auf die Bedeutung für den überörtlichen und örtlichen Verkehr beurteilt, und ob es in der Verwaltung Planungen für Änderungsmaßnahmen gibt“ so Susanne Dittmann, Geschäftsführerin der CDU-Fraktion. „In einem zweiten Schritt könnte die Verwaltung dann Maßnahmen vorschlagen, wie man die Verkehrssituation für die Anwohner verbessern kann.“ ergänzt Malte Kramer, der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion. Nach Auffassung der CDU-Fraktion kann die Verkehrssituation aufgrund der Bedeutung der Pestalozzistraße nicht isoliert betrachtet werden. Hier muss man nach Ansicht der CDU-Fraktion den ganzen Stadtteil in den Blick nehmen. Schließlich helfe es auch nicht, wenn die Stadt ein Problem löst und das nächste schafft. So verweist die CDU auf die Gefahr möglicher Verlagerungen auf die Koppelstraße und die Querstraße.

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