16.02.2021, 15:01 Uhr

SPD fordert Schnelltestzentrum für die Grafschaft

Ein Arzt pipettiert in einer Kirche neben dem Altar einen Schnelltest. Das Gotteshaus wurde bis auf Weiteres in ein kommerzielles Corona-Schnelltestzentrum verwandelt. Foto: dpa

Ein Arzt pipettiert in einer Kirche neben dem Altar einen Schnelltest. Das Gotteshaus wurde bis auf Weiteres in ein kommerzielles Corona-Schnelltestzentrum verwandelt. Foto: dpa

Grafschaft Die SPD fordert den Landkreis auf, in der Grafschaft an zentraler Stelle ein Schnelltestzentrum einzurichten. „Die Grafschafter sollen die Möglichkeit haben, sich kostenlos nach einfacher Terminvergabe testen zu lassen“, sagt Bernd Mentgen vom SPD-Ortsverband Wietmarschen-Lohne. „Ein Drive-In nach Osnabrücker Vorbild kann hier eingerichtet werden: Offen für alle Grafschafterinnen und Grafschafter, die beruflich viele Kontakte haben. Das kann das Personal in Kitas sein, ebenso Schülerinnen und Schüler und Beschäftigte im Einzelhandel und Handwerk. Die Impfungen werden die breite Bevölkerung leider erst in einiger Zeit schützen, Tests zur Selbsttestung sind noch nicht verfügbar. Diese Lücke kann sinnvoll geschlossen werden, wenn die Bevölkerung die Möglichkeit der kostenlosen Schnelltests gut annimmt“, ist Silvia Pünt-Kohoff, Kreisvorsitzende der SPD, sicher. Die Öffnung der Schulen und Kitas könne so begleitet werden, ebenso auch die erhoffte und dringend benötigte weitere Öffnung in Handel und Gastronomie. Besonders für die Kinder und Jugendlichen sei die Rückkehr in die Kitas und Schulen dringend nötig, selbst der beste Digitalunterricht ersetze nicht das gemeinsame Spielen und Lernen in der Schule, so Pünt-Kohoff weiter.

Petra Alferink vom SPD-Ortsverein Nordhorn unterstreicht die Bedeutung für die Öffnungsstrategie: „Zwar ist klar, dass die Ergebnisse dieser Antigen-Schnelltests immer nur eine Momentaufnahme darstellen und fehlerhaft sein können. Dennoch, und deshalb werden sie ja in Altenheimen eingesetzt, helfen sie, zumindest einen Teil der infizierten Personen aufzuzeigen, die bisher noch nicht als infiziert bekannt sind. Dadurch sinkt das Risiko für andere Menschen, durch die getesteten Personen infiziert zu werden.“Am Mittwoch tagt der Ausschuss „Gesundheit und Soziales“ des Landkreises. Bernd Mentgen wird die Forderung der SPD dort einbringen. Bereits im letzten Jahr habe die SPD schon früh Vorschläge für Reihentestungen in Pflegeeinrichtungen eingebracht, die mittlerweile landesweit verpflichtend seien, so Mentgen abschließend.

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