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08.10.2019, 19:00 Uhr

Spaß und ernste Themen beim Schüleraustausch

Von Montag bis Freitag, 23. bis 27. September, fand in Nordhorn der Schüleraustausch des Gymnasiums Nordhorn mit den beiden Lyzeen der polnischen Partnerstadt Malbork statt.

Spaß und ernste Themen beim Schüleraustausch

Ausflüge und gemeinsame Arbeit an einem Projekt zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus standen auf dem Programm des Austauschs zwischen Schülern aus Malbork und Nordhorn. Foto: Stadt Nordhorn

Auf dem Programm stand unter anderem ein mehrtägiger Besuch der Gedenkstätte Esterwegen. In den ersten beiden Tagen waren die Gastschüler in den Familien ihrer deutschen Austauschpartner untergebracht. Auf dem Programm stand das Kennenlernen von Stadt und Umgebung, unter anderem mittels einer Stadtrallye. Sehr angetan zeigten sich die polnischen Gäste von der Möglichkeit, Nordhorn mit dem Tretboot zu erkunden.

Vor dem Hintergrund des 80. Jahrestages des Überfalls deutscher Truppen auf Polen und des Beginns des Zweiten Weltkrieges ging es ab Mittwoch auch um ernstere Themen. Die Schüler machten sich mehrsprachig, in gemischten Arbeitsgruppen daran, in einem Projekt Formen des historischen Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus zu erarbeiten. Dafür arbeiteten die Jugendlichen intensiv drei Tage lang in der Gedenkstätte Esterwegen, unter anderem mit der Hilfe von iPads. In dem umgebenden Emslandlager waren von 1939 bis 1945 auch tausende von polnischen Kriegsgefangenen untergebracht. Nicht wenige von ihnen starben an den Folgen der Gefangenschaft. Gefördert wurde das Projekt vom „Deutsch Polnischen Jugendwerk“ und der Stadt Nordhorn.

Daneben kamen aber Spaß und Freizeit nicht zu kurz. Unter anderem erlebten die Jugendlichen eine Besichtigung der Meyer-Werft in Papenburg, Fahrten nach Haren sowie gemeinsame Abendausflüge in Papenburg.

Am Freitag ging es zurück nach Nordhorn, wo nach einem Abschiedsessen in der Cafeteria des Gymnasiums der tränenreiche Abschied erfolgte. Die Gruppe freut sich bereits auf das attraktive Programm in Malbork und Danzig während des Gegenbesuches im Mai 2020.