12.03.2019, 12:00 Uhr

Sozialverband startet Aktion „Rettet die Bienen“

Mit der Aktion „Rettet die Bienen“ will der SoVD erreichen, dass die Bienen wieder mehr blühende Wiesen vorfinden. Wenn es den Bienen und andere Insekten gut ginge, profitierten davon Vögel und Pflanzen.

Mit einer Unterschriftenaktion setzt sich der Sozialverband Deutschland für den Schutz der Bienen ein. Foto:dpa

Mit einer Unterschriftenaktion setzt sich der Sozialverband Deutschland für den Schutz der Bienen ein. Foto:dpa

Der Vorschlag des Sozialverbands lautet, alle landwirtschaftlichen Flächen die, die der öffentlichen Hand gehören, dürften nur noch an Landwirte verpachtet werden, die den Acker ökologisch bearbeiten und mindestens 20 Prozent Öko-Wiesen vorhalten würden. Alle Landwirte sollten Grünstreifen anlegen müssen. Vor allem müssten demnach Landwirte bei dem Aufbringen von Gülle, Düngung und der Einsatz von Pflanzenschutzmittel stärker kontrolliert werden. Die Unterschriftenaktion hat dasselbe Ziel wie das gleichnamige Volksbegehren in Bayern.

Mit der Unterschriften-Aktion will der SoVD erreichen, dass durch einen Volksentscheid die Bevölkerung über Maßnahmen für Natur, Umwelt und Artenschutz abstimmen darf. Bis Ende April will der Verband etwa 40.000 bis 50.000 Unterschriften gesammelt haben. Andere Verbände und Vereine sollen sich ebenfalls beteiligen.

In Nordhorn will der SoVD Ortsverband schon die Flächen an der Nordumgehung, die für Landwirtschaft zu klein sind im Frühjahr begrünen, und wird sich mit Bürgermeister Thomas Berling zusammen setzen, um Anträge an Umweltminister Lies zu stellen. Nachweislich seien die Insekten um 70 Prozent durch das Aufbringen des Pflanzenschutzmittels weniger, dadurch wurden auch die Vögel um fast 50 Prozent weniger, weil sie durch das Fehlen der Insekten verhungern, auch Bienen sterben immer öfter durch Pflanzenschutzmittel. Auch würden Grundwasser und Wasser in den Flüssen durch Gülle und Pflanzenschutzmittel immer schlechter, sodass die Bürger bald durch zusätzliche Reinigung für das Trinkwassers den doppelten Preis bezahlen müssten.

Unterlagen für Unterschriftenlisten gibt es bei Bernhard Alferink, Hohenkörbener Weg 172 in Nordhorn, Telefon 05921 35655 und beim SoVD-Beratungszentrum Nordhorn, Steinmaate 1, 48529 Nordhorn. Für Rückfragen zur Aktion steht Bernhard Alferink gerne zur Verfügung. Jeder interessierte Bürger und jeder Verein kann sich an der Aktion beteiligen und Unterschriften (bei Freunden, Bekannten und Verwandten sowie bei Vereinsmitgliedern) sammeln. Die ausgefüllten Listen können dann in der SoVD-Geschäftsstelle sowie auch bei Bernhard Alferink bis Ende April 2019 abgegeben beziehungsweise zugeschickt werden. Die Adressen lauten: Bernhard Alferink, Hohenkörbener Weg 172, 48527 Nordhorn. www.sovd-grafschaft-bentheim.de

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