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13.12.2018, 13:46 Uhr

SoVD stellt Konzept der Notfalldose vor

Behältnis enthält Informationsmaterial für Rettungskräfte.

SoVD stellt Konzept der Notfalldose vor

Hans Dieter Wolters (erster von links), erster Vorsitzender des SoVD-Ortsverbandes Veldhausen, stellt gemeinsam mit dem Vorstand das Konzept der Notfalldose vor. Foto: privat

Veldhausen Die Notfalldose kann bei einem medizinischen Ernstfall eine wichtige Orientierungshilfe für Rettungskräfte bieten. Das dahinterstehende Konzept hat der SoVD-Ortsverband Veldhausen seinen Mitgliedern vorgestellt.

Wenn Rettungskräfte zu einem Notfall gerufen werden, zählt nicht nur jede Sekunde, sondern auch die Menge an Informationen, die über den Gesundheitszustand des Patienten zur Verfügung steht. Welche Vorerkrankungen gibt es? Werden Medikamente regelmäßig eingenommen? Bestehen Allergien? Hatte der Patient unlängst eine schwere Operation? Wurde eine Patientenverfügung verfasst? Nicht selten bleiben diese Fragen zunächst offen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn die Notfallmediziner auf eine bewusstlose, alleinstehende Person treffen, sofort lebensrettende Maßnahmen ergreifen müssen und nicht die Zeit haben, um in der Wohnung nach medizinischen Unterlagen zu suchen.

Die Notfalldose, ein kleines grün-weißes Behältnis, das in der Tür des heimischen Kühlschranks aufbewahrt wird, kann in einer solchen Situation eine große Hilfe für die Erstretter sein.

In der Dose befindet sich ein Informationsblatt, auf dem die betreffende Person zuvor alle wichtigen medizinischen Daten über ihren Gesundheitszustand, Medikamente und Vorerkrankungen aufgeschrieben hat. Damit Rettungskräfte wissen, dass es eine Notfalldose in einem Haushalt gibt, wird ein Aufkleber auf der Innenseite der Eingangstür sowie außen auf der Kühlschranktür gut sichtbar auf Augenhöhe angebracht.

„Rettungskräfte wissen sofort, dass sie im Kühlschrank nachsehen müssen, wenn sie den Aufkleber sehen“, sagt Hans-Dieter Wolters, Vorsitzender des SoVD-Ortsverbandes Veldhausen, der die Notfalldose im Dorfgemeinschaftshaus Osterwald im Rahmen einer Informationsveranstaltung vorgestellt hat. „Viele Menschen haben zwar einen Notfall- und Impfpass, einen Medikamentenplan und eine Patientenverfügung zu Hause. Die werden aber kaum in einer Situation von Ersthelfern gefunden, in der ein Patient nicht ansprechbar ist“, so Wolters. „Künftig steht die Lösung im Kühlschrank“, erklärt der Ortsvorsitzende. Da das Konzept überzeugend sei, werde der SoVD-Ortsverband Veldhausen die Notfalldose als kleines Weihnachtsgeschenk an alle Mitgliederhaushalte kostenlos übergeben. Der Ortsvorsitzende hat sich zudem dafür ausgesprochen, dass das Konzept der Notfalldose flächendeckend in der Grafschaft vorgestellt wird und das Behältnis an möglichst vielen Stellen erworben werden kann. „Der SoVD wird weiter über das Thema informieren“, so Wolters.

„Die Idee ist gut“, findet auch Isabel van der Kamp, Apothekerin und Leiterin der Rats-Apotheke in Veldhausen. Deshalb unterstützte sie das Anliegen des SoVD-Ortsverbandes und möchte sich aktiv beteiligen, um die Notfalldose bekannter zu machen. Zukünftig werde das Behältnis in der Rats-Apotheke angeboten, wo es käuflich erworben werden könne, so van der Kamp. „Die Dose kostet nicht viel und hat bei einem Ernstfall einen großen Nutzen. Wir freuen uns, wenn unser Anliegen gut angenommen wird“, sagte Wolters abschließend.

Nähere Informationen: www.sovd-grafschaft-bentheim.de