01.11.2019, 17:30 Uhr

SoVD: Barrierefreiheit und ärztliche Versorgung stärken

Der SoVD-Ortsverband Nordhorn hat seinen Mitgliedern mit einem abwechslungsreichen Programm einen unterhaltsamen Nachmittag geboten und über wichtige sozialpolitische Herausforderungen und Neuerungen in Nordhorn und im Landkreis informiert.

Mitglieder des Vorstandes des SoVD-Ortsverbandes Nordhorn sowie Kreisrat Uwe Fietzek und Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling tauschten sich beim Seniorennachmittag des Sozialverbandes aus: Stellvertretender Ortsvorsitzender Bruno Jansen, Günter Schroven (SoVD), Schatzmeister Helmut Lotze, Schriftführerin Anita Lotze, Frauensprecherin Hannelore Jansen, Frauensprecherin Elsbeth Stöppelkamp, Landrat Uwe Fietzek und Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling (von links). Foto: SoVD

Mitglieder des Vorstandes des SoVD-Ortsverbandes Nordhorn sowie Kreisrat Uwe Fietzek und Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling tauschten sich beim Seniorennachmittag des Sozialverbandes aus: Stellvertretender Ortsvorsitzender Bruno Jansen, Günter Schroven (SoVD), Schatzmeister Helmut Lotze, Schriftführerin Anita Lotze, Frauensprecherin Hannelore Jansen, Frauensprecherin Elsbeth Stöppelkamp, Landrat Uwe Fietzek und Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling (von links). Foto: SoVD

Helmut Lotze, Schatzmeister des Nordhorner SoVD, führte die Besucher der Veranstaltung, die im Saal des Hotels Rammelkamp stattfand, durch das Programm. Er vertrat den erkrankten Vorsitzenden Bernhard Alferink. Als Gastredner traten der neue Landrat Uwe Fietzek sowie Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling auf. Fietzek bedankte sich beim SoVD-Ortsverband Nordhorn für dessen ehrenamtliches Engagement. Für seine fast 2000 Mitglieder biete der Ortsverband mit seinen zahlreichen Veranstaltungen Wege aus der Einsamkeit, so Fietzek. Der Landrat berichtete, dass derzeit die medizinische Versorgung im Landkreis noch in Takt sei. Allerdings gebe es viele Ärzte, die in nicht allzu ferner Zukunft in Rente gehen würden. Gleichzeitig fehle es an Nachwuchskräften im medizinischen Bereich. Der Landkreis, versprach Fietzek, werde sich aktiv um den Zuzug jüngerer Ärzte bemühen. Ähnliches gelte für den Beruf der Alten- und Krankenpflege. Fietzek forderte mehr gesellschaftliche Anerkennung, bessere Rahmentarife und eine damit verbundene bessere Bezahlung der Pflegeberufe. Für die Barrierefreiheit werde es neue Projekte für seh-und hörbehinderte Menschen sowie für Rollstuhlfahrer in der Grafschaft geben und entsprechende gesetzliche Vorgaben.

Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling lobte den SoVD-Ortsverband für dessen Einsatz für die Stadt. Dies gelte vor allem bei der Herstellung der Barrierefreiheit. Zuletzt habe es in Zusammenarbeit mit dem Senioren- und Behindertenbeirat und dem SoVD-Ortsverband eine gemeinsame Aktion in der Innenstadt gegeben. „Für ein paar Stunden war ich im Rollstuhl in der Innenstadt unterwegs, um aus einer ganz anderen Perspektive Ecken und Kanten, die es noch gibt, zu erkennen“, sagte der Bürgermeister. Auch wenn Nordhorn bei der Barrierefreiheit hervorragend dastehe, gebe es immer noch Ecken, die verbessert und ausgebaut werden müssten. „Da zähle ich auf Hilfe des SoVD und der anderen Verbände“, sagte Berling. Er berichtete, dass die Politiker Reinhold Hilbers, Gert Will und Albert Stegemann besonders beim Projekt für den Bahnanschluss eingesetzt hätten. Die Bahnverbindungen sollen noch weiter ausgebaut werden. Der Bürgermeister sowie Fietzek wünscht Bernhard Alferink gute Besserung und alles Gute für den Genesungsprozess.

Schatzmeister Lotze verlas im Anschluss die von Alferink verfasste Ansprache, in welcher dieser zunächst bedauerte, dass er trotz der langen Vorbereitungszeit für den Seniorennachmittag nicht selbst teilnehmen könne. Zur Sozialpolitik hieß es, dass die Altersarmut rapide voranschreite. Immer mehr Grafschafter Bürger müssten um einen Termin in der SoVD-Geschäftsstelle bitten. Von der Politik in Berlin forderte er einen Beschluss zur Grundrente. In den vergangenen sechs Jahren habe sich der SoVD in Nordhorn gemeinsam mit Bürgermeister Berling sehr für die Barrierefreiheit eingesetzt. Alferink mahnte zum Schluss, dass die Politik schon heute dafür stark machen müsse, jüngere Ärzte in die Grafschaft zu holen. Lob gab es für den Einsatz der Ärzte und des Pflegepersonals, die in den Kliniken und Pflegeeinrichtungen der Grafschaft arbeiten. Er habe in vergangenen Wochen aufgrund seiner Erkrankung selbst erlebt, mit welchem großen Engagement die im Gesundheitswesen tätigen Menschen ihre Arbeit verrichten.

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