02.03.2022, 12:45 Uhr

„Sophie Scholl“: Packende Inszenierung auf Schüttorfer Bühne

Stella Withenius spielt die Widerstandskämpferin Sophie Scholl in dem ergreifenden gleichnamigen Bühnenstück, das am 13. März im Theater der Obergrafschaft zu sehen ist. Foto: privat

Stella Withenius spielt die Widerstandskämpferin Sophie Scholl in dem ergreifenden gleichnamigen Bühnenstück, das am 13. März im Theater der Obergrafschaft zu sehen ist. Foto: privat

Schüttorf In einer Aufführung des Landestheaters Rheinland-Pfalz steht am Sonntag, 13. März, um 19.30 Uhr „Sophie Scholl – Die letzten Tage“, eine zeitgenössische Szenenfolge nach den Verhörprotokollen und dem Filmdrehbuch von Fred Breinersdorfer und Betty Hensel, auf dem Programm des Theaters der Obergrafschaft in Schüttorf. Eintrittskarten für dieses sehenswerte Theaterstück sind derzeit noch verfügbar, teilt der Verkehrs- und Kulturverein Schüttorf mit. Zum 100. Geburtstag von Sophie Scholl war diese Produktion bereits in der Spielzeit 2020/2021 vorgesehen, musste aber coronabedingt in die diesjährige Theatersaison verschoben werden.

Plädoyer für die Freiheit der Gedanken

Anfang der 1940er-Jahre, mitten in der Zeit des Dritten Reiches, formiert sich unter dem Namen „Die weiße Rose“ eine studentische Widerstandsgruppe, die zum Aufstand gegen die Nazi-Diktatur aufruft. Der innere Kreis, bestehend aus den Geschwistern Hans und Sophie Scholl sowie Alexander Schmorell, Christoph Probst, Willi Graf und dem Universitätsprofessor Kurt Huber, druckt dafür in einem Raum auf einer alten Matrizenmaschine Flugblätter, die per Post verschickt werden. Als aufgrund des fortschreitenden Krieges keine Briefumschläge mehr zu bekommen sind, kommen die Geschwister auf eine mutige, aber äußerst gefährliche Idee ...

„Sophie Scholl – Die letzten Tage“ ist ein packendes Theaterstück, das bereits mehrfach international ausgezeichnet wurde. Ein erschütterndes Zeitdokument, das zeigt, zu welchem Widerstand Menschen fähig sein können – gegen die schweigende Masse. Verfilmt wurde das Schicksal der Widerstandskämpfer Anfang der Achtzigerjahre unter dem Titel „Die weiße Rose“. Der Film des Regisseurs Michael Verhoeven mit Lena Stolze in der weiblichen Hauptrolle war der erfolgreichste deutsche Kinofilm des Jahres 1982 und wurde unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Das Bühnenstück „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ ist ein Plädoyer für die Freiheit der Gedanken und die Zivilcourage in politisch gefährlichen Zeiten, spannend bis zur letzten Sekunde und topaktuell. „Ein wichtiger und bewegender Theaterabend mit großer Besetzung“, heißt es in der Ankündigung des Verkehrs- und Kulturvereins.

Die Veranstalter weisen darauf hin, dass derzeit im Theater der Obergrafschaft noch keine Gastronomie angeboten wird, daher ist für das etwa 90-minütige Stück keine Spielpause vorgesehen.

Eintrittskarten sind im Vorverkauf online auf www.gn-ticket.de und in Nordhorn beim Reisebüro Richters, Thalia und den GN erhältlich. Bei Vorlage der GN-Card wird ein Preisnachlass von 2 Euro gewährt.